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Bauarbeiten in Münsters Altstadt

Ladenlokale für Stadthaus-Sanierung leergeräumt

Münster

Neue Baustelle in Münsters Zentrum: Nachdem der dritte Bauabschnitt am Stadthaus 1 beendet wurde, steht jetzt der Bauzaun an der Klemensstraße. Anderthalb Jahre lang soll dort saniert werden. Dabei soll auch ein neues Ladenlokal entstehen.

wn

Gerade erst ist die Sanierung des siebenstöckigen Gebäudeteils des Stadthaus 1 (Aufnahme vom 12.3.) abgeschlossen worden, da geht es im nächsten Bauabschnitt entlang der Klemensstraße auch schon weiter. Foto: Martin Kalitschke

Der dritte Bauabschnitt ist geschafft: Im siebenstöckigen Gebäudeteil des Stadthauses 1 an der Heinrich-Brüning-Straße packen die Handwerker ihre Gerätschaften zusammen. Das Erdgeschoss, die sechs Obergeschosse, die Technikzentrale auf dem Dach und das Kellergeschoss mit einer Gesamtfläche von rund 5800 Quadratmetern wurden in den vergangenen 24 Monaten für rund 11,1 Millionen Euro umfangreich saniert.

Nahtlos weiter geht es nun mit dem vierten und letzten Bauabschnitt, der die Bauteile entlang der Klemensstraße umfasst. Der Bauzaun steht bereits, die Ladenlokale sind soweit nötig leergeräumt.

Neues Ladenlokal im Stadthausturm

„In einigen Lokalen kann der Betrieb trotz der Bauarbeiten weitergehen, andere haben Ersatzquartiere in der Innenstadt bezogen oder kommen während der Bauzeit vorübergehend in bereits sanierten Bereichen des Stadthauses 1 unter“, berichtet Projektleiter Siegfried Methner vom Amt für Immobilienmanagement.

Im vierten Bauabschnitt werden außerdem der Stadthausturm, in dem ein neues Ladenlokal entsteht und der Stadthaussaal am Platz des Westfälischen Friedens erneuert. Die Sanierung der Gebäude soll im Herbst 2022 beendet sein. Danach wird 2023 noch der Platz des Westfälischen Friedens wiederhergestellt. Der Kostenrahmen von 38,5 Millionen Euro für die gesamte Sanierung werden eingehalten, heißt es in einer städtischen Pressemitteilung.

40 Kilometer Datenkabel im Stadthaus verlegt

Besonders die Erneuerung der technischen Infrastruktur und die brandschutztechnische Ertüchtigung der Gebäude stehen nach einer Betriebszeit von mehr als 60 Jahren im Mittelpunkt der Sanierung des unter Denkmalschutz stehenden Stadthauses 1. Im dritten Bauabschnitt wurden 40 Kilometer Datenleitungen verlegt, neue Lüftungsanlagen und Akustikdecken eingebaut, 12 000 Quadratmeter Wände und Decken gestrichen, 35 Bestandstüren denkmalgerecht aufgearbeitet.

Herzstück des dritten Bauabschnittes war das neue Servicezentrum an der Heinrich-Brüning-Straße, das häufig nachgefragte Dienstleistungen der Stadt auf drei Etagen bündelt.  Es sei über Zugänge aus verschiedenen Richtungen „bestens erreichbar“, heißt es weiter. „Das war keine leichte Aufgabe angesichts der vorhandenen Bausubstanz“, blickt Siegfried Methner auf die Herausforderungen zurück.

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