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Steigende Nebenkosten durch Gaspreise

LEG-Mieter fordern Rendite-Verzicht

Münster

Das Wohnungsunternehmen LEG will wegen der Gaskrise die Mindesttemperatur in seinen Mietwohnungen herunterregeln dürfen. Die LEG-Mieterinitiative in Münster präsentierte bei einer Demo am Samstag eine ganz andere Idee.

-klm-

Werner Szybalski (r.) und Mitstreiter von der Initiative informierten vor dem Rathaus. Foto: klm

Mit Blick auf die aktuelle Forderung des Unternehmens LEG, das in Münster mehrere Tausend Wohnungen vermietet, es müsse wegen steigender Gaspreise eine Absenkung der Mindestraumtemperatur in Wohnungen gesetzlich möglich sein, hat die „LEG Mieter*innen-Initiative“ am Samstag vor dem Rathaus demonstriert.

Bei den jetzigen Sommer-Temperaturen ist Heizen nicht nötig. Die LEG erwartet aber, wie andere Vermieter auch, für die Herbst- und Winterzeit einen deutlichen Anstieg der Energiekosten. Die Temperatur solle deshalb nach Auskunft der Initiative nachts von 20 bis 22 auf 17 Grad gesenkt werden können. „Uns ist wichtig, dass sich an steigenden Kosten tatsächlich alle – also Vermieter und Mieter – beteiligen“, sagte für die Initiative Werner Szybalski.

Der Ankündigung des Unternehmens, dass womöglich 20 Prozent der LEG-Mieter durch Steigerungen bei den Nebenkosten in finanzielle Schwierigkeiten geraten könnten, stimme die Initiative zu. Deshalb solle das börsennotierte Unternehmen auf einen Teil seiner Rendite verzichten. Nach Vorstellung der Mieter-Gruppe solle die LEG im Winter auf zwei Kaltmieten pro Wohnung verzichten, da sie ja offenbar selbst davon ausgehe, dass auf Mieter ein Zusatzbetrag in Höhe von rund zwei Mieten zukomme. Der Betrag solle mit den Nebenkosten verrechnet werden, hieß es.

Alle an steigenden Kosten beteiligen

„Im Jahr 2021 hat die LEG von einem eingenommenen Euro Miete 43,4 Cent an Aktionäre ausgeschüttet“, erklärte Szybalski. Da Mieter steigende Miet- und Energiekosten zu erwarten hätten, sei für die Aktionäre aus Sicht der Initiative ein „Renditeverzicht von 16 Prozent“ zumutbar.

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