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Hochschulen starten ins Wintersemster 2021/22

Uni und FH planen in Münster Präsenzsemester

Münster

Sitzplätze wurden gezählt, Abstände gemessen, Raumbelegungspläne umgeschrieben – am 11. Oktober startet auch die Westfälische Wilhelms-Universität ins Wintersemester. FH und Uni Münster planen ein Präsenzsemester und mussten sich der Frage stellen: Wie wird Begegnung stattfinden können?

Von Ulrich Schaper

Volle Hörsäle statt einsamen Lernens zu Hause - so soll das Wintersemester 2021/22 ablaufen.  Foto: Matthias Ahlke, IMAGO/Mar Godoy

Knapp 50 .000 jungen Menschen werden an der Westfälischen Wilhelms-Universität und der Fachhochschule Münster in diesem Wintersemester wieder in die Hörsäle zurückkehren. Nach drei Corona-Semestern, die weitgehend digital stattfanden, erfolgt nun also die Rückkehr zum Präsenzbetrieb.

Nicht nur die Studierenden haben sich das gewünscht, es war ausdrücklicher Wunsch von Bund und Ländern, das wieder zu ermöglichen. „Auch uns war es ein großes Anliegen“, sagte Prof. Dr. Johannes Wessels. „Nur stellte sich uns die große Frage: Unter welchen Bedingungen dürfen wir wieder zusammenkommen?

Da die Hochschulen nicht als Institution anerkannt sind, gelten die allgemeinen Bestimmungen der Coronaschutzverordnung, die Corona-Epidemie-Hochschulverordnung und für die Mitarbeiter die Corona-Arbeitsschutzverordnung. „Die Verordnungen sind in einigen Punkten nicht kongruent, das hat es uns zusätzlich erschwert“, sagt Wessels.

Diverse behördliche Bestimmungen – ohne Kongruenz

Rund 500 Räume wurden in Augenschein genommen und hinsichtlich ihrer Tauglichkeit für Lehrveranstaltungen geprüft. Ein ähnlicher Prozess verlief auch an der FH: Auch dort wurden die Räumlichkeiten in Augenschein genommen. „Je nach Kategorie erreichen wir eine Raumauslastung zwischen 50 und 75 Prozent“, sagt Katharina Kipp, Pressesprecherin der FH. Da die Kapazitäten bei einigen Veranstaltungen absehbar nicht ausreichen werden, wird es für diese Fälle dort ein Hybrid-Format geben. „Ansonsten aber werden auch wir vollständig in Präsenz zurückkehren.“

Rektor Prof. Dr. Johannes Wessels (l.), Prof. Dr. Regina Jucks (M., Prorektorin für Studium und Lehre) und Eva Mundanjohl (Dezernentin für akademische und studentische Angelegenheiten) beim Pressegespräch am Mittwoch. Foto: Gunnar A. Pier

Sie räumt ein, dass man in der Zeit der Pandemie viel gelernt habe, unter anderem, dass digitale Formate durchaus funktionieren, die maßgebende Erkenntnis aber war: „Ohne Präsenz geht es einfach nicht. Um soziale Kontakte zu knüpfen, um ein Gefühl von Zusammengehörigkeit herzustellen, braucht es Begegnung“, sagt Kipp. Sämtliche FH-Gebäude seien mittlerweile wieder geöffnet. Überall gilt die 3G-Regel.

Flächendeckende Prüfung des Impfstatus als Zugangsvoraussetzung

Unter diesen Voraussetzungen wird auch die WWU ihren Lehrbetrieb aufnehmen. „Wir haben erhoben, dass über 90 Prozent der Studierenden und Lehrenden geimpft sind“, sagt Wessels. „Neben denjenigen, die sich nicht impfen lassen wollen, gibt es auch diejenigen, die beispielsweise aufgrund einer Vorerkrankung keine Impfung bekommen können – wir werden für alle eine Individuelle Lösung finden“, verspricht er.

In allen Hochschulgebäuden – sowohl an der FH als auch ander Uni – herrscht Maskenpflicht. Am Eingang der Gebäude werden Impfausweise oder negative Testergebnisse kontrolliert. Ein Selbsttest reicht als Zugangsvoraussetzung nicht aus, es muss ein Antigen-Schnelltest oder ein PCR-Test nachgewiesen werden.

Prof. Dr. Regina Jucks, Prorektorin für Studium und Lehre

Um den Zugang zu den Veranstaltungen zu beschleunigen, hat die WWU einen Sticker entwickelt, den die Studierenden auf ihren Studierendausweis kleben können, und der je nach Impfstatus farblich markiert ist.

„Wir wissen, dass es Infektionen geben wird“, sagt Prof. Dr. Regina Jucks, Prorektorin für Studium und Lehre. „Wir glauben aber, dass wir gut vorbereitet sind.“ Eine Rückkehr in den Digital-Unterricht sei nicht vorgesehen. „Wir wissen, dass wir das können. Geplant ist aber, dass das Semester so abläuft, wie es vor der Pandemie der Fall gewesen wäre.“

Kommentar: Das Warten hat ein Ende

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