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Briefwechsel einer jüdischen Familie

Letzte Lebenszeichen vor der Shoah

Münster

14 Briefe, die Reinhold und Meta Seelig aus Münster zwischen 1939 und 1941 an ihre nach Palästina ausgewanderte Tochter Anita geschickt haben, dokumentiert die Villa den Hompel in einem neuen Buch. Es sind letzte Lebenszeichen aus der Zeit vor der Shoah: Anita sollte ihre Eltern niemals wiedersehen.

Martin Kalitschke

Familientreffen der Steinwegs im Garten des Hauses An den Bleichen 5 in Münster Foto: Villa ten Hompel

Am 20. Februar 1942 heiraten Anita Seelig und Willy Berger nach jüdischem Ritus in einem Kibbuz im Norden Palästinas. Berger stammt aus der Tschechoslowakei, Anita Seelig aus dem Deutschen Reich. Sie lebt zu diesem Zeitpunkt bereits drei Jahre in Palästina. 1939 war sie, gerade noch rechtzeitig, aus NS-Deutschland emigriert. Noch am Hochzeitstag schreibt sie ein Telegramm an ihre Eltern in Münster. „Habe geheiratet, jüdische Trauung. Bin glücklich. Alles Gute zum Geburtstag für Dich Mutti.“

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