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Karnevalsauftakt zur Session 2021/22

Mit „Super-Mario“ ist endlich wieder ein Prinz im Rathaus

Münster

Münsters neuer Karnevalsprinz Mario I. hat sich am Elften im Elften im Rathaus vorgestellt. Und will die Stadt angesichts der Verkehrslage wieder ins Lot bringen. Oberbürgermeister Lewe ist nicht nur deshalb entzückt.

Von Ralf Repöhler

Prinz Mario (Bildmitte) stößt mit dem Becher der Freude mit OB Markus Lewe (r.) sowie zwei der Adjutanten, Thorsten Geuting (l.) und Leo Squillace, an. Foto: Oliver Werner

Glaubt man das denn? Er hat ihn tatsächlich vermisst. Und zusätzlich noch die Prinzgarde. Oberbürgermeister Markus Lewe hatte am vergangenen Elften im Elfen „im Kerzenschein gesessen und in Erinnerungen geblättert“. Den Schlüssel hätte er fast freiwillig an den Prinzen herausgerückt. Ging aber nicht. Stattdessen habe er „geheult wie ein Schlosshund“, weil wegen der Corona-Pandemie keiner kam.

Um so überschwänglicher begrüßte Lewe den neuen Prinzen Mario I. (Engbers) und dessen Gefolge aus Prinzengarde, Stadtwache und Prinzenfanfare zur Vorstellung unter 2G-Bedingungen im Rathaus. „Komm‘ herein, oh Mario, du Schmuckstück. Komm‘ herein, ich bin entzückt“, jauchzte Lewe.

Prinz Mario kritisiert Verkehrsversuche

Der so Gepriesene machte trotzdem gleich klar, dass er mit seiner bevorstehenden Regentschaft in Münster so vieles wieder ins Lot bringen müsse. Denn nicht nur CDU-Chef Grau werde gerade immer grauer. „Die Mehrheitsverhältnisse im Rat sind bedenklich in der Tat. Grüne Politik mit Verkehrsversuch macht‘s am Ende auch nicht gut“, analysierte Prinz Mario, im Alltag Caterer, nüchtern. Und sprach vor allem für alle Handwerker und Dienstleister. „Bekannte Straßensperren stellen ein Bein, in die Parkhäuser kommen wir nicht rein.“

Prinzen-Proklamation ohne Lewe

„Super Mario“, (Schützen)-König und Prinz der Prinzengarde, wird kurz vor seiner dritten Impfung gegen Corona am Samstag (13. November) auf dem Prinzipalmarkt proklamiert. Übrigens durch Bürgermeisterin Angela Stähler, OB Lewe („Überall kommen die Frauen“) hat abgesagt. Den wahren Grund kennt Generalprinzmarschall Paul Middendorf: Angesichts der vielen roten Markierungen, Verbote und Parkprobleme finde Lewe nicht mehr den Weg von Angelmodde zum Rathaus. „Die Verkehrspolitik, die lässt uns zagen, wie durchkommen mit unserem Wagen“, fragte sich Middendorf. Lewe rät angesichts der Verkehrslage in Münster dazu, mit dem Narrenschiff zu kommen.

Jedoch: Auch wenn Prinz Mario ein Böser Geist sei, der das Leben liebe und gleich drei ehemalige Prinzen (falls einer verloren geht) als Adjutanten hat, gibt Lewe ihnen nur bis Aschermittwoch. „Sie glaubten alle, sie könnten es reißen und den Laden hier länger schmeißen. Ich habe sie alle überlebt“, kündigte Lewe sein x-tes Comeback nach den tollen Tagen an. Und wenn es diesmal nicht klappt? „Im Zweifelsfall wird dich das nicht scheren“, sagte Prinz Mario zu Lewe. „Du willst ja Städtetagspräsident werden.“

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