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Drei Wahlkreiskandidaten stellen sich vor

Linke fordert verpflichtenden Ganztagsbetrieb

Münster

Die Landtagskandidaten der Linken haben sich vorgestellt. Sie plädieren unter anderem für mehr Ökostrom – und für die Abschaffung von Schulnoten.

Von Klaus Baumeister

Foto: Klaus Baumeister

Fünf Wochen vor der Landtagswahl am 15. Mai haben sich die drei Wahlkreiskandidaten der Linken in Münster bei einem Pressegespräch vorgestellt. Die 34-jährige Juristin Katharina Geuking tritt im Wahlkreis 83 an (Münster I / Steinfurt IV), der 48 Jahre alte Berufsschullehrer Ulrich Thoden im Wahlkreis 84 (Münster II) und der 23-jährige Student Joshua Strack im Wahlkreis 85 (Münster III / Coesfeld III).

„Kapitalismuskritik“ kein Tabu

Geuking und Thoden können als Mitglieder des Rates einige politische Vorerfahrungen mitbringen, Strack hingegen springt als politischer Neuling ins kalte Wasser. Bei ihm ergibt sich ein Teil seines politischen Engagements direkt aus seiner Nebentätigkeit als Beschäftigter eines Lieferdienstes. Bessere Arbeitsbedingungen und faire Löhne seien wichtige Themen, „Kapitalismuskritik“ dürfe kein Tabu sein.

Sehr stark auf die Landespolitik ausgerichtet sind die Wahlkampfschwerpunkte von Ulrich Thoden. Die Schulpolitik, so sein Fazit der vergangenen Jahrzehnte, sei schlecht. „Man merkt nicht, welche Regierung dran ist.“ Als konkrete Forderungen benannte er die flächendeckende Einführung von Gesamtschulen, einen verpflichtenden Ganztagsbetrieb und Abschaffung von Schulnoten. „Der Kampf um die Gymnasialempfehlung fängt bereits in Klasse 3 an“, hält er die aktuelle Situation für unbefriedigend.

Geuking will sich vor allem für die Energiewende stark machen und fordert mehr Ökostrom. Zum Klimaschutz müsse auch die Klimagerechtigkeit kommen.

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