Absperrbaken im Friedenspark

Loddenheide-Gleis schon ab dem Beresa-Gelände „isoliert“

Münster

Neues von den unsinnigen Absperrungen an Bahnübergängen auf der Loddenheide. Nicht nur, dass das Gleis überhaupt nicht mehr benötigt wird, es wird in Höhe des Beresa-Firmengeländes unterbrochen . . .

Klaus Baumeister

Dieses Bild vom Beresa-Firmengelände dokumentiert mehr als deutlich, dass kein Zug mehr die Loddenheide erreichen könnte, selbst wenn ein Zugfahrer es wollte. Foto: Baumeister

Die Berichterstattung unserer Zeitung über einen Bahnübergang im Friedenspark auf der Loddenheide, der Radfahrer zum Absteigen zwingt, obwohl nie ein Zug unterwegs ist, hat lebhafte Reaktionen ausgelöst.

Dank eines Hinweises des Lesers Stefan Hille hat sich die Redaktion noch einmal auf der Loddenheide umgesehen und etwas entdeckt, was den gesamten Sachverhalt noch absurder erscheinen lässt. Also: Das noch vorhandene, aber nicht benutzte Gleis diente früher als Zufahrt zur Panzerverladestation auf dem Kasernengelände, das in den 1990er-Jahren geräumt wurde. Auch die Panzerverladestadtion gibt es inzwischen nicht mehr, also ist auch das Gleis überflüssig geworden.

Loddenheide über Gleis nicht mehr zu erreichen

Bevor das Gleis in einem großen Bogen den Friedenspark erreicht, verläuft es über mehrere Hundert Meter parallel zum Albersloher Weg. In dem Teilbereich ist das Gleis aber an einer Stelle unterbrochen, und zwar dort, wo der Mercedes-Autohändler Beresa vor einigen Jahren sein neues Firmengelände gebaut hat. Selbst wenn ein Lokführer in Unkenntnis der Tatsache, dass es die Panzerverladestation nicht mehr gibt, die Loddenheide ansteuern wollte, er könnte sie nicht mehr erreichen.

Gleichwohl weisen Andreaskreuze die Autofahrer noch an drei Kreuzungen auf die Gefahr querender Züge hin. An drei weiteren Stellen sind aufwendige und teilweise sehr enge Absperrbaken installiert, damit Radler nicht unvorsichtig das Gleis überqueren.

Bleibt noch die Frage, warum die überflüssigen Andreaskreuze und Absperrbaken nicht einfach abgebaut werden. Da stellt sich zunächst die – nicht unkomplizierte Frage – wer überhaupt zuständig ist.

Die Recherchen unserer Zeitung haben bereits begonnen . . .

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