1. www.wn.de
  2. >
  3. Muenster
  4. >
  5. Löschroboter undRettungsdrohnen

  6. >

Fachtagung der Brandschützer

Löschroboter undRettungsdrohnen

Münster

In zwei Jahren soll die Veranstaltung in Münster stattfinden, schon jetzt wurde auf einer digitalen Fachtagung der Feuerwehr aber eine eindeutige Forderung formuliert.

Die Feuerwehr soll nach Ansicht der Brandschutz-Experten digitaler werden, um künftig noch schlagkräftiger sein zu können. Foto: hpe

Roboter-Fahrzeuge mit Gummiketten, die ferngesteuert in eingestürzten Häusern nach vermissten suchen oder Brände löschen, die Erkundung von brennenden Wäldern aus der Luft mit der Drohne und technische Hilfe bei Chemieunfällen, wenn der Einsatz vor Ort für menschliche Retter zu gefährlich ist: Bei der Fachtagung der in Münster ansässigen Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes in dieser Woche drehte sich alles um die digitale Aufrüstung in den Gerätehäusern.

„Ob Pandemien, große Vegetationsbrände oder andere Katastrophen. Alles lässt sich künftig besser bewältigen, wenn wir endlich ein nationales Forschungszentrum für Krisenmanagement haben“, so der Präsident der Vereinigung, Dortmunds Feuerwehrchef Dirk Aschenbrenner.

Schwung mitnehmen

Die Coronazeit sei auch ein „Zeichen des Aufbruchs in digitale Welten bei der Schulung in den Feuerwehren gewesen“, so Aschenbrenner. Jetzt müsse man sich „diesen Schwung mitnehmen und sich dringend aufmachen, bundesweit einheitliche Datensysteme unter Nutzung der Künstlichen Intelligenz zu bündeln.“ Nur wenn in allen Städten und Kommunen die gleiche digitale Sprache gesprochen werde, würde es im Ernstfall auch mit der übergreifenden Katastrophenhilfe reibungslos klappen, so die Brandschutz-Experten.

Erste Drohnen, die beispielsweise Ertrinkenden schon aus der Luft Rettungsgerät zuwerfen können, ehe das Feuerwehrboot im Wasser ist, gibt es bereits. Die „fliegenden Augen der Leitstellen“ seien auch in der Lage, bei komplexen Brandlagen aus der Luft zügig ein Blick auf das Ausmaß der Schadenslage an die Leitstellen funken zu können. „Forscher, Anwender, Unternehmen, Behörden und Gesellschaft müssen jetzt gemeinsam aktiv werden“, so Aschenbrenner.

Bei der Fahrzeugtechnik kommen auch bei der Feuerwehr immer mehr Autos mit hybrider Antriebstechnik zum Einsatz, neue Herausforderungen sind zeitgleich beispielsweise die Bekämpfung von Bränden der Hochvoltanlagen in Elektroautos und der Klimawandel mit stärkeren Stürmen, mehr Strakregen-Ereignissen und Hitzeperioden.

Die bundesweite Fachkonferenz mit rund 300 Teilnehmern und rund 50 Vorträgen fand wegen der Pandemie-Lage digital statt, 2023 will man sich dann aber live in Münster treffen und über die „Feuerwehr der Zukunft“ beraten.

Startseite