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Untersuchungshaft

Feuer in Bar auf Mallorca: Anwalt der Kegelbrüder äußert sich

Münster

Am Freitag wurden auf Mallorca 13 Kegelbrüder aus Münster und Umgebung festgenommen. Sie sollen für einen Brand in einer Bar verantwortlich sein. Nun äußert sich einer ihrer Anwälte.

Von Ralf Repöhler

Ist ein Kegelclub aus Münster und Umgebung für diesen Brand verantwortlich? Das klären nun die spanischen Behörden auf Mallorca. Foto: dpa/5vision

Ein mögliches Verfahren gegen die 13 Kegelbrüder aus Münster und Umgebung kann sich nach Einschätzung eines ihrer Anwälte lange hinziehen. So sei es möglich, dass ein Urteil gegen die Männer, denen von den spanischen Behörden Brandstiftung vorgeworfen wird, erst in ein bis zwei Jahren falle, sagte Dr. Moritz Tauschwitz von der spanischen Kanzlei Lozano Schindhelm, die mehrere der in Untersuchungshaft sitzenden Münsteraner vertrete, gegenüber „Antenne Münster“.

Das bedeute allerdings nicht, dass die Männer so lange in Untersuchungshaft blieben. Den Kegelbrüdern gehe es „den Umständen entsprechend gut“. Der Anwalt wollte am Mittwoch „bis auf Weiteres“ keine Presseanfragen mehr beantworten.

Männer nach Brand einer Bar festgenommen

Die Richter müssen entscheiden, ob die Unter­suchungshaft gegen jeden einzelnen der 13 Männer aufrechterhalten bleibt. Die Gruppe ist am Freitagnachmittag verhaftet worden. Den Touristen, die laut Medien zwischen 24 und 29 Jahre alt sind, wird vorgeworfen, dass sie glimmende Zigarettenkippen von Hotel-Balkonen auf das Schilfrohr-Vordach einer Bar geworfen haben sollen. Ob es tatsächlich so war, müssen die Behörden klären. Sollte es sich so darstellen, muss ermittelt werden, wer wie aktiv an der mutmaßlichen Brandstiftung beteiligt gewesen sei.

Spanisches Strafrecht ist „streng bis sehr streng“

Das spanische Strafrecht sei im Vergleich zum deutschen „streng bis sehr streng“, sagte der Anwalt. Kommt es zu einer Anklage mit dem Vorwurf der Brandstiftung, droht den Männern ein Freiheitsentzug von mindestens einem Jahr bis hin zu mehreren Jahren. Aber auch Bewährungsstrafen, Geldstrafen, Freisprüche oder Einstellungen unter Auflagen seien denkbar. Nicht jeder der 13 Beschuldigten könne gleich behandelt werden, so der Anwalt.

Die Männer haben sich nach Medienberichten nicht zu den Vorwürfen geäußert.

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