1. www.wn.de
  2. >
  3. Muenster
  4. >
  5. "Massiver Einbruch der dritten Welle"

  6. >

Corona in Münster

"Massiver Einbruch der dritten Welle"

Münster

Ein kühles Getränk im Biergarten oder ein paar Bahnen im Freibad: Ab Samstag (15. Mai) gibt es in Münster zahlreiche Lockerungen. Für viele Angebote wird jedoch ein negatives Testergebnis benötigt.

wn

Die Zeit der geschlossenen Biergärten ist vorbei. Ab Samstag darf die Außengastronomie in Münster wieder öffnen. Foto: dpa (Symbolbild)

Nur fünf neuinfizierte Corona-Fälle meldet am Freitag das Gesundheitsamt der Stadt Münster. Die damit einher gehende Inzidenz von 35,5 wertet Krisenstabsleiter Wolfgang Heuer in einer städtischen Mitteilung als "deutliches Zeichen für den massiven Einbruch der dritten Welle in unserer Stadt". Fast zehn Wochen habe die stark durch die hochansteckende britische Virusvariante geprägte Welle das Infektionsgeschehen auch in Münster dominiert, aber seit fast drei Wochen sinken die Infektionszahlen beständig. "Auch die Situation in den hiesigen Krankenhäusern entwickelt sich in eine gute Richtung mit zuletzt deutlich fallenden COVID-19-Patientenzahlen", teilt die Stadt mit.

"Ich freue mich sehr über diese anhaltend gute Entwicklung, und völlig zur Recht werden nun Rechte und Freiheiten schrittweise zurück gegeben. Mit der neuen Coronaschutzverordnung des Landes und auch durch die in dieselbe Richtung weisenden Modellprojekte werden konkrete Normalisierungsschritte ermöglicht," so Heuer. Durch eine weiterhin breit getragene Beachtung der Regeln zum Schutz vor dem Virus könne dieser Trend unumkehrbar gemacht werden.

Lockerungen in Münster ab Samstag

Bereits ab diesem Samstag gelten in Münster eine Reihe von Lockerungen, die durch die neue Schutzverordnung bedingt sind. Diese sieht zwei Stufen vor: Die erste Stufe erfasst lokale Inzidenzwerte von 50 bis 100 und zieht aktuell in Münster.

Zu beachten sei dabei, dass bei den meisten neu geöffneten Angeboten zur Nutzung das Vorliegen eines negativen Schnelltests oder Selbsttests erforderlich ist. Das Testergebnis müsse schriftlich oder digital vorliegen, ein amtliches Ausweisdokument ist mitzuführen und den verantwortlichen Personen (etwas des Geschäftes) vorzulegen. Der Test dürfe 48 Stunden zurückliegen. Auch die Erfassung der Kontaktdaten, digital oder in Papierform, sei meist notwendig.

Sport, Kultur und Gastronomie

Ab Samstag sind in Münster zulässig:

  • Die Außengastronomie im Rahmen der allgemeinen Sperrzeiten (mit negativem Test)
  • Der (nichtprivilegierte) Einzelhandel ohne Terminbuchung, die zulässige Kundenzahl pro qm wird verdoppelt (mit negativem Test)
  • Der Betrieb von Hotels, Campingplätze und Ferienwohnungen (mit negativem Test)
  • Konzerte unter freiem Himmel mit max. 500 Gästen. Ein Sitzplan muss erfassen, welche Personen wo gesessen haben (mit negativem Test)
  • Kontaktfreier Sport von bis zu 20 Personen ab 15 Jahren auf Sportanlagen unter freiem Himmel
  • Zuschauer beim Sport - unter freiem Himmel auf Sitzplätzen, bei 20 Prozent der Platzkapazität bzw. höchstens 500 Zuschauer. Ein Sitzplan muss erfassen, welche Person wo gesessen hat (mit negativem Test)
  • Kleinere Außeneinrichtungen wie Minigolfanlagen und Kletterparks (mit negativem Test)

Die Stadt weist darauf hin, dass nicht alle Angebote so kurzfristig am Samstag starten werden. Am Montag öffne zudem das Freibad Coburg.

Nächste Lockerungen frühstens in einer Woche

Die zweite Stufe der Normalisierungen bedingt als Voraussetzung einen Inzidenzwert unter 50 an fünf Werktagen nacheinander. Frühestens am Freitag nächster Woche kann Stufe 2 in Münster in Kraft treten. Dann sind auch Angebote etwa der Innengastronomie und des Hallensports denkbar. Dazu wird die Stadt Münster in der kommenden Woche aktuell informieren. Unabhängig davon passt die Stadt Münster derzeit ihre Vorbereitungen zu den bereits bekannten Modellprojekten an das neue, landesweite Öffnungsszenario an.

Startseite
ANZEIGE