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Wechsel an der Spitze der Kaufmannschaft

Matthias Lückertz gibt Vorsitz ab

Münster

Der Verein der Kaufmannschaft zu Münster bekommt einen neuen Vorsitzenden. Matthias Lückertz legt am Dienstagabend sein Amt nieder.

Ralf Repöhler

Matthias Lückertz bei seiner Tischrede beim Kramermahl Foto: Werner

Wechsel an der Spitze des renommierten Vereins der Kaufmannschaft zu Münster von 1835: Nach zwei Wahlperioden und insgesamt sechs Jahren im Amt gibt Matthias Lückertz am Dienstagabend den Vorsitz ab. Der Erste Stellvertretende Vorsitzende, Dr. Benedikt Hüffer, kandidiert als neuer Vorsitzender. Weitere Kandidaten gibt es nicht.

Wie der Kaufmannschaft selbst, lag Lückertz als Vorsitzender die Weiterentwicklung der Innenstadt besonders am Herzen. „Die Kaufmannschaft hat immer eine zentrale Rolle in der Stadt gespielt, ihren Standpunkt vertreten und ihren Beitrag zur Entwicklung Münsters geleistet“, sagt Lückertz.

So beteiligt sich der Verein der Kaufmannschaft aktuell an der Installation des Foucault‘schen Pendels durch Gerhard Richter, einem der größten Künstler unserer Zeit, in der Dominikanerkirche. Die Förderung der Kultur war das große Credo in den Amtszeiten des scheidenden Vorsitzenden.

Dass Lückertz gerne ein Kulturforum auf dem Schlossplatz gesehen hätte, daraus macht er keinen Hehl. Die Kaufmannschaft lenkte Jahre nach dem Bürgerentscheid noch mal den Blick auf eine mögliche Neugestaltung der großen Freifläche vor dem Schloss, indem sie namhafte Architekten Planskizzen anfertigen ließ. Indes: „Wir hatten nie das Heft des Handels in der Hand, sondern verstanden uns als Anreger“, sagt er.

Lückertz hegt Sympathien für die heutigen Pläne von Universität und Stadt, einen Musikcampus an der Hittorfstraße zu schaffen. „Ich würde mir wünschen, dass es passiert. Dabei ist nicht ganz so wichtig, wo es passiert“, sagt er. Mit Blick auf die städtebauliche Zukunft wünscht sich Lückertz, dass der Schlossplatz, aber auch der Hörsterplatz „keine Brachen bleiben“.

Einmal im Jahr lädt der Verein der Kaufmannschaft zum Kramermahl ins Rathaus ein. Münsters gesellschaftliches Ereignis des Jahres wurde weiterentwickelt, indem Stadt und Region durch die Gästeliste weiter vernetzt werden. Ein Ehrengast ist Lückertz besonders gut in Erinnerung geblieben: Airbus-Chef Tom Enders.

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