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Zum Tod von Anny Große Inkrott

Mauritz trauert um „Tante Anny“

Münster

„Tante Anny“ war ein Mauritzer Original. Noch mit über 80 stand sie in ihrer Drogerie, die sie über 50 Jahre lang führte, hinter der Ladentheke. In der vergangenen Woche ist Anny Große Inkrott im Alter von 85 Jahren verstorben.

Björn Meyer

Anny Große Inkrott Foto: bm

Im Alter von 85 Jahren ist Anny Große Inkrott am 3. Dezember verstorben. 51 Jahre führte „Tante Anny“, wie sie im Stadtteil Mauritz liebevoll genannt wurde, in der Mondstraße eine Drogerie. Dort gab es aber nicht nur klassische Drogerie-Artikel, sondern irgendwie immer alles, was der Kunde gerade brauchte.

1966 hatte Anny Große Ink­rott das Geschäft mit ihrem Ehemann Arnold eröffnet. Ende 2017 schloss Große Inkrott das Ladenlokal als eine der letzten eigenständigen Drogerien in Münster. „Ich gehe in Rente, so wie andere das auch machen“, sagte die damals bereits 82-Jährige unserer Zeitung bei einem letzten Besuch in ihrer Drogerie, die sie bis zum Schluss selbst geführt hatte.

1957 war das Ehepaar Arnold und Anny Große Inkrott von Ostbevern nach Münster gezogen. Während ihr Ehemann, der vor 13 Jahren verstarb, für die Bahn arbeitete, übernahm Anny Große Inkrott die Drogerie zunächst widerwillig. Im Nachhinein aber bezeichnete sie das Geschäft, das sich in einem Ladenlokal im Wohnhaus der Große Ink­rotts befand, als „das Beste, was uns passieren konnte“.

Ihre Familie, aber auch vieleMauritzer lernten Anny Große Inkrott als eine Frau kennen, die ein ausgesprochen großes Herz für Menschen hatte und soziale Kontakte über alles schätzte. Bis zu ihrem Tod vermietete Große Inkrott noch zwei Ferienwohnungen in Münster und hielt unter anderem so den geliebten Kontakt zu vielen Menschen aufrecht.

Auch wenn die Beisetzung aufgrund der Pandemie nur im engsten Familienkreis stattfindet, wird Anny Große Inkrott in vielen Herzen immer als „Tante Anny“ in Erinnerung bleiben.

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