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Corona-Lage

Mehr als 6600 Infektionen innerhalb einer Woche

Münster

Die Infektionskurve in Münster zeigt weiter steil nach oben. Innerhalb der vergangenen Woche wurden mehr als 6600 Neuinfektionen bestätigt. Die Inzidenzen sind in allen Altersgruppen stark gestiegen.

Von Anna Spliethoff

Innerhalb einer Woche wurden in Münster mehr als 6600 Corona-Neuinfektionen bestätigt. Foto: dpa (Symbolbild)

Die Infektionszahlen in Münster schnellen weiter nach oben. Innerhalb einer Woche (Kalenderwoche 11; 14. bis 20. März) wurden im Stadtgebiet 6647 Corona-Neuinfektionen gemeldet - so viele wie nie seit Pandemie-Beginn. Auch im Vergleich zur Vorwoche ist das ein deutliches Plus: Es wurden 1627 Infektionen mehr bestätigt als noch in der Woche zuvor. Das geht aus dem wöchentlichen Daten-Report der Stadt zur Corona-Lage hervor.

Durch den starken Anstieg bei den Neuinfektionen ist auch die Sieben-Tage-Inzidenz deutlich gestiegen. Die für die Woche errechnete Inzidenz liegt nach Angaben der Stadt bei 2114,6 und damit zum ersten Mal über der Marke von 2000. Im Vergleich zur Vorwoche ist das ein Plus von 617,6. Zum Vergleich: Die Tages-Inzidenz hat das Robert-Koch-Institut am Mittwoch für Münster mit 2024,6 angegeben. Die Inzidenz bildet die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen ab.

Inzidenz bei jungen Erwachsenen bei mehr als 3000

Auch mit Blick auf die Inzidenzen in den unterschiedlichen Altersgruppen ist der Trend klar: Die Zahlen steigen in allen Altersgruppen deutlich an. Bei den 18- bis 29-Jährigen wurde in der vergangenen Woche die mit Abstand höchste Inzidenz registriert. Sie liegt bei 3194,1 - im Vergleich zur Vorwoche ein Plus von 377,7.

Inzidenz bei Kindern und Jugendlichen steigt stark

In anderen Altersgruppen ist die Inzidenz jedoch noch stärker gestiegen. Den deutlichsten Anstieg verzeichnet die Stadt bei den Zwölf- bis 17-Jährigen. Die Inzidenz ist bei den Jugendlichen um 855,2 auf nun 2632,3 gestiegen. Bei den Jüngsten, den Null- bis Elfjährigen, liegt sie nun bei 2308,8 (+589,6), bei den 30- bis 64-Jährigen ist sie mit 2042,5 (+630,0) ähnlich hoch.

Nur bei den Menschen ab 65 Jahren ist die Inzidenz noch dreistellig. Sie ist nach Angaben der Stadt im Vergleich zur Vorwoche jedoch ebenfalls deutlich gestiegen - um 277,9 auf nun 717,9.

Fast 500 Corona-Infektionen in Gievenbeck

Die meisten Corona-Neuinfektionen wurden erneut im Stadtteil Gievenbeck registriert. Innerhalb einer Woche hat es dort 482 bestätigte Infektionen gegeben. Schon seit Beginn des Jahres sind die Infektionszahlen in Gievenbeck besonders hoch. Mehr als 400 Infektionen wurden nun allerdings zum ersten Mal gemeldet.

Auch im Kreuzviertel bleiben die Zahlen mit nun 324 Infektionen innerhalb einer Woche sehr hoch. In zahlreichen Stadtteilen wurden zudem mehr als 200 Infektionen gemeldet: im Josefsviertel (236), in Mauritz-Mitte (222), Mauritz-Ost (220), Sentrup und Mecklenbeck (je 208) sowie in Uppenberg (202) und Wolbeck (200).

Hohe Inzidenzen in der Innenstadt

Im Verhältnis zur Einwohnerzahl wurden die meisten Infektionen im Bezirk Aegidii registriert. Die rechnerische Inzidenz liegt dort bei 3638,8. Ähnlich hoch ist die Inzidenz auch in anderen Teilen der Innenstadt: Im Bezirk Hafen liegt sie bei 3584,2, im Stadtteil Buddenturm bei 3306,5 und im Martiniviertel bei 3215,7. Die rechnerisch niedrigste Inzidenz hatte in der vergangenen Woche der Stadtteil Kinderhaus-West mit 1457,1.

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