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Musik-Campus

Millionen-Förderung sollte Anlass für mehr Begeisterung sein 

Münster

Wenn das Konzept vom Musik-Campus in der Hauptstadt überzeugt, sollte sich auch in Münster eine größere Begeisterung für dieses Projekt einstellen, meint unser Kommentator.

An der Hittorfstraße, wo die alte Pharmazie steht, soll der Musikcampus entwickelt werden. Foto: Oliver Werner

Lange und durchaus kontrovers ist in Münster um den Musik-Campus gerungen worden. Und trotz der millionenschweren Förderzusage aus Berlin ist das bundesweit wohl einzigartige Kultur- und Bildungsprojekt noch nicht gänzlich in trockenen Tüchern.

Eines aber wird mit dem positiven Signal aus der Hauptstadt überaus deutlich: Das Konzept überzeugt weit über Münsters Stadtgrenzen hinaus. Genau diese Botschaft sollte Antrieb genug sein, die ehrgeizigen Pläne zur Umsetzung zu bringen – auch wenn noch viel Arbeit und einige Unwägbarkeiten im Raum stehen.

Das Projekt kommt andernorts sehr gut an

Sicherlich haben die guten Kontakte des Oberbürgermeisters nach Berlin geholfen, gut Wetter für den Musik-Campus zu machen. Gewiss hat die münsterische Bundestagsabgeordnete und Ministerin Svenja Schulze Überzeugungsarbeit in der Regierungspartei SPD leisten können. Am Ende aber müssen die Entscheider im Haushaltsausschuss selbst die Hand heben – und Mit­bewerber für die Fördermillionen gab es genug.

Dass das Campus-Projekt mit 20 Millionen Euro den Höchstbetrag bekommen hat, ist also keine Selbstverständlichkeit. Jetzt ist es an der Zeit, dass sich Politik und Stadtgesellschaft in Münster mehr für dieses Projekt begeistern, das andernorts offenkundig vortrefflich ankommt.

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