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„Tage der Nachhaltigkeit“

Mehr Rücksicht auf die Umwelt nehmen

Münster

Kurzfristiger Konsum ist einfach, geht aber gar nicht. Beim „Markt der Möglichkeiten“ wurden viele Alternativen vorgestellt.

-klm-

Katharina Geuking (l.) und Lukas Leenen (2.v.l.) von der „Veggie-Initiative“ stellten bei einer Kochpräsentation veganes Jägerschnitzel vor. Foto: klm

Mit einem „Markt der Möglichkeiten“ wurden am Samstag die „Tage der Nachhaltigkeit“ abgeschlossen. Auf dem Hafenplatz stellten sich etwa 50 Initiativen und und Verbände vor, denen es auch darum geht, mit Rohstoffen und in der Lebensweise nicht auf kurzfristigen Konsum zu setzen, sondern auf den Erhalt von Natur und Ressourcen.

Das war die wichtigste Botschaft schon im Laufe der Woche. So gab es Workshops, Führungen und Mitmachaktionen unter anderem zu Themen wie Ernährung, naturschonender Verkehr und Klimaschutz im Alltags.

Ende der Corona-Einschränkungen

„In den vergangenen beiden Jahren konnten wegen Corona auch die ,Tage‘ nur eingeschränkt stattfinden. Trotzdem haben wir auf die Umstände geachtet und die Auftaktveranstaltung erstmals im Schlossgarten unter freiem Himmel stattfinden lassen“, sagte Kerstin Ramsauer aus dem Vorstand von „Münster nachhaltig.“

„Die Besucher haben sich überwiegend gezielt zu Themen informiert, die sie interessieren. Es sind viele intensive Gespräche geführt worden“, sagte Ramsauer und verwies damit auf den Unterschied zu Märkten und Messen, auf denen das Publikum sich eher umschauen und ausprobieren möchte.

Kredit für soziale Unternehmen

Manche Themen am Samstag waren deshalb sehr speziell. Etwa das Geschäftsmodell von „Oikocredit“: Die Genossenschaft finanziert nach eigenen Angaben rund 500 sozial engagierte Unternehmen in Lateinamerika, Afrika und Asien, um zum Beispiel Kleinbauern mit Krediten zu unterstützen und damit Ernährungssicherung und Umweltschutz zu fördern.

Eine neue „Sharing-App“ für das Mobiltelefon stellten Volker und Frederik Schittny aus Albachten vor. Über das Portal können Leute zum Beispiel Küchengeräte, Fahrräder oder Werkzeug mit oder ohne Bezahlung untereinander ausleihen. „Was nicht gekauft wird, braucht auch nicht erst produziert werden“, sagte Frederik Schittny. Weniger Konsum bedeute weniger Ressourcenverbrauch.

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