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Allwetterzoo

Mehr Schutz für Nashörner

Münster

Wilderer haben in einem französischen Zoo ein Nashorn getötet – und seine Hörner abgesägt. Die Angst nach Angriffen geht um. Auch in Münster soll die Sicherheit der Tiere erhöht werden.

Anna Spliethoff

Nashorndame Jane und ihr Junges Amiri sollen im Zoo künftig noch besser beschützt werden. Foto: Oliver Werner

Anfang März wurde in einem französischen Zoo ein Nashorn getötet und eines seiner Hörner abgesägt. Es war der erste Fall von Wilderei in einem europäischen Zoo. Die Angst vor weiteren Angriffen ist groß – auch in Münster.

Der europäische Zooverband handelte schnell, erklärt Stefanie Heeke, Pressesprecherin im Allwetterzoo: „Wir sollten uns dringend Gedanken über die Sicherheitslage machen.“ Seit mehreren Jahren wird das Nashorn-Gehege von Kameras überwacht.

Jetzt steht fest: Die Sicherheit soll erhöht werden. Es gibt Überlegungen, Bewegungsmelder und Alarmanlagen zu installieren. Die sollen auslösen, wenn nach Zoo-Schluss bestimmte Schwellen rund um das Gehege übertreten werden. Doch noch gibt es Probleme, sagt Heek: „Nicht bei jedem Kaninchen, das über die Schwelle hüpft, soll der Alarm ausgelöst werden.“

Für die Sicherheit „werden wohl höhere Beträge bereit gestellt werden“, erklärt die Sprecherin weiter. Wie hoch die Kosten sein werden, sei noch nicht klar.

Tausende Nashörner werden jährlich in Afrika gewildert. Doch auch Elefanten sind aufgrund des Elfenbeins bedroht. Dort sieht der Zoo aber noch keinen Handlungsbedarf: „Die Nachfrage nach Elfenbein ist weniger aggressiv.“

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Fast alle Tiere im Allwetterzoo dürfen selbst entscheiden, wann sie draußen oder drinnen sind. Das möchte man auch bei den Nashörner bewahren: „Unglücklich wäre es, wenn die Nashörner jetzt nachts nicht mehr draußen bleiben könnten.“ Der Schutz stünde jedoch im Mittelpunkt. Die Hörner operativ zu entfernen, ist im Tierpark am Aasee im Moment keine Alternative: „Die Tiere brauchen das Horn zur Kommunikation. Das wollen wir ihnen nicht nehmen.“

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