Schwerlastkräne monieren Stahlträger für Schallschutzwände

Meilenstein am Hansator

Münster

Einen solchen Kraftakt leisten Bauunternehmen nicht alle Tage. Am Freitag haben zwei Schwerlastkräne damit begonnen, tonnenschwere Stahlträger für gläserne Schallschutzkonstruktionen an Gebäuden des Hansators am Hauptbahnhof zu befestigen. So geht es mit Hotel und Appartements weiter:

Von Karin Höller

Die gelben Stahlträger, die die gläsernen Schallschutzwände halten werden, sollen noch dunkel gestrichen werden. Foto: Oliver Werner

Ein Meilenstein wird am Freitag bei den Bauarbeiten für das Hansator am Ostausgang des Hauptbahnhofs gesetzt. „Das ist Millimeterarbeit in 25 Metern Höhe“, erklärt Projektleiter Jörg Burchardt des Generalunternehmers Köster. Denn zwischen dem vierten und fünften Stock werden an diesem Morgen mit zwei Schwerlastkränen die ersten bis zu 20,5 Tonnen wiegenden Stahlträger in schwindelerregender Höhe eingesetzt. Dort, wo in den nächsten Wochen die riesigen gläsernen Schallschutzkonstruktionen befestigt werden, die das Hotel und die insgesamt 312 Appartements vor Bahnhofslärm schützen sollen. Schwerlastkräne montieren Stahlträger für SchallschutzwändeOliver Werner

Für den Aufbau der beiden Schwerlastkräne, die ihre Teleskopausleger auf bis zu 84 Meter Länge ausfahren können, und die Anlieferung der Stahlträger wurde die Bremer Straße bereits am Donnerstag komplett für den Verkehr gesperrt. Die Vollsperrung einschließlich des Fußweges gilt bis einschließlich Sonntag, informiert der Generalunternehmer.

Millimeterarbeit unter Drohneneinsatz

Am Freitag müssen sich die Beteiligten zunächst einmal in Geduld üben, bis schließlich der erste sonnengelbe monströse Stahlträger am Haken hängt und im Schneckentempo zwischen das Hotel und den mittleren Appartementbau gesteuert wird. Mit Hilfe einer Drohne wird der millimetergenaue Einsatz überwacht.

Riesige Schallschutzwände aus Glas und Stahl sollen schon bald die Innenhöfe des Hotels und der beiden Appartement-Gebäude zum Bahnhof abriegeln und gleichzeitig für optische Transparenz sorgen.

Der Innenausbau im neuen Hotel am Hansator ist laut Burchardt abgeschlossen. „Die Schließsystems der Innentüren wurden gerade eingesetzt.“ Und in den beiden Appartement-Türmen gehe der Innenausbau zügig voran. Gerade seien die Nasszellen eingesetzt worden. Zum Jahresende, prognostiziert Burchardt, werden die Baumaßnahmen beendet sein.

Innenausbau im Zeitplan

Bis zum Bezug von Hotel und Appartements im kommenden Frühjahr müssen noch die Außenanlagen fertiggestellt werden. Die pandemiebedingten Lieferschwierigkeiten vor allem von Aluminiumteilen und Dämmstoffen haben den Zeitplan dank frühzeitiger Liefertermine, so Burchardt, kaum beeinträchtigt.

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