Klimaalarm

Menschenkette rund um die Promenade geplant

Münster

Der Protest geht nach dem großen Klimastreik weiter: Das Bündnis Klimaalarm ruft mit vielfältigen Aktionen zur Klimagerechtigkeit auf. Höhepunkt wird am Samstagmittag eine Menschenkette rund um die Promenade sein.

Ralf Repöhler

„Alarmstufe Rot beim Klima“: Die Aktivisten rufen am Samstag zur Menschenkette auf der Promenade auf. Foto: rr

Der Protest ist jung, gut organisiert und geht vor allem entschlossen weiter. Das Bündnis Klimaalarm – ein Zusammenschluss von Bundjugend, Ende Gelände, Fossil Free, Fridays for Future, Interventionistische Linke, Sofortiger Atomausstieg und Students for Future – ruft von Donnerstag (26. September) bis Sonntag (29. September) mit vielfältigen Aktionen erneut zur Klimagerechtigkeit auf.

Höhepunkt wird am Samstag (28. September) eine Menschenkette rund um die Promenade sein. Die Veranstalter rechnen gut eine Woche nach dem Klimastreik vom vergangenen Freitag mit über 20 .000 Demonstranten mit mindestens 3000 Teilnehmern. „Wir wollen den Klimaprotest mit vereinten Kräften in die Öffentlichkeit bringen“, sagt Sprecherin Mia Kundy.

"Alarmstufe Rot"

Weil es Fünf nach Zwölf in Sachen Klima sei, treffen sich die Münsteraner – die alle in Rot gekleidet sein sollen („Alarmstufe Rot“) – um 12.05 Uhr auf dem Prinzipalmarkt. Nach Reden und Musik schwärmen acht Demons­tra­tionszüge zur Promenade aus. Dort halten sich alle Teilnehmer gegen 13.30 Uhr für zehn Minuten an den Händen und schließen so den Kreis rund um die Innenstadt. Die Straßen, die die Promenade kreuzen, werden in der Zeit gesperrt. Auf der Promenade wird es für Radfahrer zu Behinderungen kommen. „Wir stellen uns schützend vor Münster und sagen mit der Roten Linie der Politik, dass es so nicht weitergeht“, sagt Kundy.

Kritik am Klimapaket

Die weit über 100 jungen Münsteraner, die in den sieben Bündnissen aktiv sind, kritisieren die Klimapolitik und das jüngste Klimapaket der Bundesregierung. Auch die Stadt Münster sei meilenweit von den Zielen, bis zum Jahr 2030 klimaneutral zu werden, entfernt, sagt Steffen Lambrecht. Das Bündnis fordert unter anderem eine autofreie Innenstadt innerhalb des Rings.

Auftakt der Aktionstage ist am Donnerstag (26. September) eine Podiumsdiskussion zum Thema „Vom Hambi in die Städte“ ab 19 Uhr im Hörsaal S 10 im Schloss. Greenpeace Münster beteiligt sich und wird am Wochenende eine Kulisse des Prinzipalmarktes auf dem Aasee untergehen lassen. So soll auf den durch die Erderhitzung verursachten Anstieg des Meeresspiegels aufmerksam gemacht.

Weitere Aktionen gibt es auf Klimaalarm-ms.de

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