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Spitzenkandidat nach Wahlniederlagen

Michael Jung: Die SPD war „im toten Winkel“

Münster

Die Wahlnacht war für Michael Jung bitter: Der SPD-Spitzenkandidat musste gleich für zwei herbe Wahlniederlagen die Verantwortung übernehmen. Inzwischen ist er mit sich im Reinen. Münster, sagt er, stehe vor einer Weichenstellung.

Ralf Repöhler

„Das Wahlergebnis ist katastrophal.“ OB-Kandidat Dr. Michael Jung übernimmt im September die Verantwortung. Foto: Matthias Ahlke

Dr. Michael Jung hatte sich vieles anders vorgestellt. Den Wahlkampf, erst recht das Ergebnis für die SPD. Nur 17,6 Prozent für die Partei, 16,3 Prozent für den Oberbürgermeisterkandidaten Jung. Das war viel zu wenig. Jung zog die Konsequenzen, legte den SPD-Fraktionsvorsitz nach fast acht Jahren nieder und verzichtete auf sein Ratsmandat. „Das war richtig. Die SPD benötigt einen Neuanfang, konsequenterweise auch personell“, sagt Jung auch noch einen Monat später.

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