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Debatte über E-Scooter hält an

„Mieser Umgang mit fremdem Eigentum“

Münster

Ob mitten auf dem Gehweg, in Unterführungen oder achtlos in eine Ecke geworfen: An vielen Stellen gehören wild "geparkte" E-Scooter zum Stadtbild. Für viele Münsteranerinnen und Münsteraner ein echtes Ärgernis.

Von Klaus Baumeister

Wild abgestellte E-Scooter sind ein Ärgernis. Foto: Klaus Baumeister

Zu unserer Berichterstattung über wild abgestellte E-Scooter sind weitere Mails eingegangen. Hier weitere fünf Stimmen (Stellungnahmen meist in gekürzter Fassung):

Friederike Rosenfeld: „Das Abstellen am Wegesrand an einer Stelle, wo der Scooter nicht umfällt oder im Weg steht, ist für mich völlig normal. Schließlich stelle ich mein Rad ja auch so hin, dass niemand darüber fällt. Doch genau das ist für die meisten Nutzer offensichtlich eine Zumutung oder aber ein Zeugnis des miesen Umgangs mit fremdem Eigentum. Ist dies das Denken und Handeln einer Überflussgesellschaft?“

Sascha Klie: „Sicherlich ist die derzeitige Lage katastrophal. Es bedarf ausgewiesener Parkbereiche oder, wie in Spanien, fest installierter Stehhalterungen.“

Hans-Dieter Hunscher: „Ich bin ein Gegner der Elektroroller. Erstens ist der ökologische Fußabdruck bei ihrer Herstellung und ihrem Abtransport mit Lastwagen nicht vernachlässigbar, zweitens verschandeln diese oft wild abgestellten Fahrzeuge das gesamte Stadtgebiet.“

Frank Göbel: „Der Einsatz der E-Scooter bedarf klarer Regeln. Wie im Fahrrad-Leih-System in vielen Städten üblich, bedarf es auch hier fester Abstellplätze. Zum Beispiel neben Bushaltestellen oder an anderen hoch frequentierten Plätzen. Und nur wenn die Scooter dort abgestellt sind, kann sich der Nutzer ausloggen. Moderne Software macht dies möglich.“

Reinhold Otte: „Wenn man mal die durch E-Scooter in Anspruch genommene Bürgersteigfläche ins Verhältnis setzt zu der Bürgersteigfläche, die von ordnungswidrig geparkten Pkw mit Duldung des Ordnungsamtes insbesondere in den zentrumsnahen Stadtteilen in Anspruch genommen wird, so merkt man sofort, dass die Forderung nach Sondernutzungsgebühr für E-Scooter deutlich zu kurz greift. Fahrzeughalter, die den Fußgängern Bürgersteigfläche für ihr eigenes Auto wegnehmen, müssten natürlich ebenfalls zur Kasse gebeten werden.“

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