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Mietpreisvergleich zum Vorjahr

Als Studierender wohnt's sich teurer

Münster/Nürnberg

Wohnen wird für Studierende immer teurer. Das ist das Ergebnis eines Vergleichs an Mieten zum Vorjahr in 67 Hochschulstädten. Demnach ist ein Anstieg der Kosten von bis 16 Prozent zu verzeichnen. Münster jedoch entgeht dem Trend.

Von Markus Grafenschäfer

Die Mietpreise für Studierendenbuden in Münster blieben weitestgehend stabil. Foto: dpa

Die Wohnungsplattform Immowelt hat die Mietpreise der auf ihrer Website angebotenen Wohnungen mit ein bis zwei Zimmern und unter 40 Quadratmetern untersucht. 67 Universitätsstädte wurden dabei berücksichtigt. Als Vergleichswert dienen die Durchschnittsmieten von 2021 und 2022 in den Monaten Januar bis Juli.

Laut der Wohnungsplattform erhöhten sich in 51 von 67 Städten die Mietpreise. In fast der Hälfte der Städte übersteigt das Mietwachstum die Inflationsrate von 6,8 Prozent.

In großen Universitätsstädten zahlt man mehr

Spitzenreiter im Preisanstieg ist Potsdam mit 16 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Im Schnitt musste man in diesem Jahr durchschnittlich 440 Euro für eine Studentenwohnung zahlen - 60 Euro mehr als im Vorjahr. Enorme Verteuerungen sind vor allem in großen Universitätsstädten zu erkennen, etwa Berlin (+10 Prozent), Hamburg (+9 Prozent) und das sowieso schon sehr teure München (+11 Prozent). Auch die Menschen in Mainz und Tübingen zahlen deutlich mehr (je +13 Prozent).

Münster entgeht diesem Trend weitestgehend. Für die Stadt mit ihrer Westfälischen Wilhelms-Universität konnte immowelt.de keine nennenswerte Preiserhöhungen feststellen. In einigen Städten sanken die Mieten sogar. In Marburg (-3 Prozent) und Wiesbaden (-5 Prozent) lebt es sich günstiger als im Vorjahr.

Günstiges Wohnen in Ostdeutschland und Ruhrgebiet

Allgemein preiswert lebt es sich in ostdeutschen Bundesländern. In Chemnitz beträgt die durchschnittliche Miete nur 190 Euro, in Dresden 250 Euro und in Leipzig 290 Euro. Auch im Ruhrgebiet sind die Mieten überschaubar, etwa in Gelsenkirchen (250 Euro), Bochum (290 Euro) oder Duisburg (290 Euro).

Auf dem Wohnungsmarkt sind Studierende aktuell einer härteren Konkurrenz ausgesetzt als noch vergangenes Jahr. Durch die allgemeinen Mietpreiserhöhungen sind nicht nur sie auf der Suche nach günstigen, kleinen Wohnungen. Auch Alleinstehende präferieren zunehmend solche Wohnungen. Die zusätzliche Nachfrage lässt die Mietpreise weiter in die Höhe schnellen.

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