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Studie über Persönlichkeit und Reichtum

Millionäre sind anders

Münster

Wer eine Million und mehr auf dem Konto hat, hat in der Regel eine andere Persönlichkeit als der Durchschnitts-vermögende Menschen. Die Unterschiede hat eine Studie festgestellt, an der Psychologie-Professor Mitja Back von Uni Münster beteiligt war.

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Prof. Mitja Back Foto: WWU

Millionäre sind emotional stabiler, leistungsorientierter und narzisstischer als der Durchschnittsbürger. Bestehende Stereotype über Millionäre in der Allgemeinbevölkerung spiegeln diese tatsächlichen Persönlichkeitsunterschiede wider – jedoch in übertriebener Form.

Das sind zwei der wesentlichen Ergebnisse einer aktuellen Studie von Psychologen der Universitäten Mainz und Münster sowie Ökonomen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, die im Fachblatt „British Journal of Psychology“ erschienen ist.

Denken Millionäre anders?

Das Team um die beiden Wissenschaftler Prof. Dr. Mitja Back von der WWU und dem Mainzer Kollegen Prof. Dr. Marius Leckelt ging den Fragen nach, ob Millionäre anders als der Durchschnittsbürger denken und handeln, an welchen Stellen ihr Persönlichkeitsprofil möglicherweise von der Norm abweicht und wie sehr dies mit existierenden Stereotypen über Millionäre korrespondiert.

In ihrer Studie machten sich die Forscher unter anderem eine in dieser Form einzigartige Befragung von Millionären sowie bevölkerungsrepräsentative Daten des sozio-ökonomischen Panels des Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung zunutze. Die Kombination dieser Datenquellen erlaubte es, Millionäre und die Allgemeinbevölkerung durch die gleichen etablierten Testverfahren direkt zu vergleichen.

Extrovertierter und leistungsorientierter

Die Ergebnisse zeigten, dass sich Millionäre auch nach Kontrolle der Geschlechterverteilung, des Alters und der Bildung von der Allgemeinbevölkerung unterschieden: Sie waren extrovertierter, leistungsorientierter und strebten stärker nach narzisstischer Bewunderung. Darüber hinaus waren sie weniger stressanfällig und waren stärker als die Normalbevölkerung der Überzeugung, die Kontrolle über das eigene Leben zu haben.

Der Vergleich mit den tatsächlich erfassten Persönlichkeitsunterschieden zeigte, dass existierende Meinungen über Millionäre einen wahren Kern beinhalten, Unterschiede zur Normalbevölkerung jedoch teilweise stark überschätzt werden. Beispielsweise wurden Millionäre als deutlich rivalisierender und weniger prosozial eingeschätzt als die Allgemeinbevölkerung, auch wenn diese Unterschiede tatsächlich gering waren, fasst eine Pressemitteilung der Uni die Ergebnisse der Studie zusammen.

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