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Verkehrsplanung

Millionen für rote Fahrradstraßen

Münster

Die Fahrradstraßen in Münster sollen rot markiert und weitere Straßen in Fahrradstraßen umgewandelt werden. Dafür nimmt die Verwaltung eine Menge Geld in die Hand.

Martin Kalitschke

In den nächsten fünf Jahren sollen alle Fahrradstraßen rot markiert werden – so ähnlich wie der Radweg am Lütkenbecker Weg, allerdings dann auf kompletter Straßenbreite. Foto: kal

Die Stadt will in den kommenden fünf Jahren nicht nur die Zahl der Fahrradstraßen annähernd verdoppeln. Sämtliche Fahrradstraßen sollen zudem nach dem Vorbild der Niederlande eine rote Fahrbahndecke erhalten. Dafür will die Verwaltung fast sechs Millionen Euro in die Hand nehmen.

Nebeneinander fahren erlaubt

Aktuell sind unter anderem Teilbereiche von Schillerstraße, Bismarckallee, Annette-Allee und Frauenstraße als Fahrradstraßen ausgewiesen. Zwar weisen Verkehrsschilder und Fahrrad-Piktogramme auf den besonderen Status der Straßenabschnitte hin – doch von vielen Autofahrern werden sie überhaupt nicht wahrgenommen, hat die Verwaltung beobachtet. So werden Radfahrer, die nebeneinander fahren, immer wieder angehupt – obwohl dies in Fahrradstraßen ausdrücklich erlaubt ist, berichtet Gerhard Rüller vom städtischen Tiefbauamt.

Kostspielige Markierungsarbeiten

Bundesweit Vorreiterrolle

Fahrradstraßen in Münster

Regeln für Fahrradstraßen

Seit 1997 sieht die Straßenverkehrsordnung die Einrichtung solcher Strecken vor. Zuvor waren sie in Bremen, Bonn und Münster erfolgreich getestet worden. Mittlerweile gibt es in vielen Städten Fahrradstraßen. Radfahrer haben hier Vorrang, sie dürfen auch nebeneinander fahren. Pkw – die diese Straßen nur dann benutzen dürfen, wenn dies ausdrücklich erlaubt ist – müssen sich der Geschwindigkeit der Radfahrer anpassen. Für alle Verkehrsteilnehmer gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 30 Stundenkilometern.

Kommentar: Das Geld ist gut angelegt

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