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Bilanz zum Volksfest

Mindestens 250.000 Besucher beim Sommersend

Münster

Kostenlose Mitmach-Angebote für Kinder und das Feuerwerk am Sonntagabend: Der Sommersend hatte in diesem Jahr einige Premieren. Den Besuchern scheint das insgesamt gefallen zu haben.

Anna Spliethoff

Das Feuerwerk fand in diesem Jahr zum ersten Mal am Sonntagabend statt. Es war aber laut Philipp Heitmann vom Schaustellerverband genauso umfangreich wie sonst. Foto: Matthias Ahlke

Der Sommersend ist seit Jahren das Sorgenkind des Schaustellerverbandes Münsterland. Ein neuer Kinderbereich und der Termin in den Ferien sollten das Volksfest beleben, hatte Philipp Heitmann, stellvertretender Vorsitzender des Schaustellerverbandes, vorab angekündigt.

Und aus seiner Sicht ist das gelungen: 250 000 bis 300 000 Besucher hätte man an den fünf Sendtagen gezählt. Eine genaue Zahl konnte Heitmann am Montagnachmittag noch nicht nennen, da das Fest erst am späten Abend zu Ende ging. Zudem sei es gerade am Sonntag schwierig gewesen, die Besucher zu zählen, weil der Send elf Stunden geöffnet war. Im vergangenen Jahr kamen 150 000 Besucher zum Sommersend.

Familienfreundliche Angebote

Philipp Heitmann war mit dem Send „zu 100 Prozent zufrieden“. Und mit ihm auch die meisten Schausteller: „Viele haben gesagt, es sei der beste Sommersend seit zehn Jahren gewesen.“ Vor allem der Kinderbereich mit kostenlosen Angeboten von zwei Zirkussen und einem Kasperletheater sei „sehr gut angenommen“ worden. Insgesamt seien sehr viele Familien auf dem Send unterwegs gewesen, so Heitmann: „Und genau das war unser Ziel.“

Laut Heitmann habe nicht nur das Wetter, sondern auch der Termin in den Ferien positiv zu den Besucherzahlen beigetragen. „Das Fest muss laufen, wenn die Leute Zeit haben“, so Heitmann. Auch mit dem Feuerwerk, dass zum ersten Mal am Sonntagabend stattfand, war Heitmann zufrieden. Kritik, dass das Feuerwerk kürzer gewesen sei als sonst, wies er zurück: „Wir sparen da nichts ein.“

Aufbau überdenken?

Doch den Besuchern sind auf dem Send zahlreiche Lücken aufgefallen. Statt wie im Herbst 180 bis 190, waren jetzt nur 140 Schausteller auf dem Schlossplatz. Ein Grund dafür sei die parallel stattfindende Rheinkirmes in Düsseldorf gewesen, so Heitmann: „Das ist eine große Konkurrenz.“ Man müsse für den nächsten Sommersend mit dem Ordnungsamt überlegen, ob ein etwas anderer Aufbau sinnvoll sei. „Dann fallen die Lücken nicht so auf“, sagt Heitmann. Generell sei der Sommersend aber schon seit Jahren etwas „aufgelockerter“, als die Ausgaben des Volksfestes im Frühjahr und im Herbst.

Für die Polizei war der Send laut einer Sprecherin sehr ruhig. Es habe keine besonderen Vorkommnisse gegeben.

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