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Aktion der „Freiwilligengruppe Biotopp­flege“

Mischhecke sichert die Vielfalt

Münster

Was ist besser als eine Hecke? Eine große Hecke! An der Gasselstiege wurde vor Kurzem eine 400-Meter-Hecke für die Artenvielfalt angelegt.

Von Wolfram Linke

Gemeinsam mit rund 50 Helfern pflanzten Vivien Funke (l.), die mit Maren Töns die Gruppe Biotoppflege leitet, Landwirtin Daniela lütke Jüdefeld (2.v.l.) und Andreas Beulting (r.) vom Nabu an der Gasselstiege 2000 Gehölze für eine 400 Meter lange Mischhecke. Foto: Wolfram Linke

Viele Hände, schnelles Ende: Rund 50 Naturfreundinnen und -freunde griffen zu Schaufel und Werkzeug, um auf dem Geländer des Hofes lütke Jüdefeld an der Gasselstiege eine 400 Meter lange Mischhecke einzupflanzen. „Ziel dieser Maßnahme sind der Biotop- und Artenschutz, eine Bereicherung des Landschaftsbildes und nebenbei ein kleiner Beitrag zur CO2-Bindung“, sagte Andreas Beulting von der Nabu-Naturschutzstation Münsterland.

Die Idee dazu hatte ursprünglich Daniele lütke Jüdefeld, die den Biohof gemeinsam mit ihrem Mann Josef betreibt – 2020 wurden sie mit dem Ehrenpreis des Umweltpreises der Stadt Münster für ihr Lebenswerk ausgezeichnet. „Wir wollen Ökologie mit Kultur und Bildung verknüpfen“, erklärte lütke Jüdefeld. Gemeinsam mit dem Nabu ging sie in die Planung, am Ende wurde das Projekt mit Fördermitteln der Bezirksregierung finanziert.

15 Arten, 2000 Pflanzen

„Wir pflanzen 15 verschiedene Gehölzsorten, insgesamt 2000 Pflanzen, und bieten damit vor allem auch Raum für Vögel, Insekten und zahlreiche andere Kleintiere“, nennt Beulting den ökologischen Nutzen der Hecke. Damit Rehe und Kaninchen sich nicht auf das vermeintliche Grünfutter stürzen, bauten die ehrenamtlichen Helfer noch einen Verbissschutzzaun auf.

Wer sich ebenfalls ehrenamtlich engagieren will, kann sich per E-Mail ­(nabu.biotop@gmail.com) an die seit 2021 existierende „Freiwilligengruppe Biotop­p­flege“ wenden, die von Vivien Funke und Maren Töns geleitet wird und sich alle zwei Wochen trifft.

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