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Drei Routen stellen Projekte vor

Mit der Leeze unterwegs auf Nachhaltigkeitskurs

Münster

Mit dem Projekt „Mit der Leeze auf Nachhaltigkeitskurs“ können Interessierte auf dem Fahrrad nicht nur die Stadt, sondern vor allem deren vielfältigen Nachhaltigkeitsprojekte erkunden können. Auf den drei Routen geht es durch Münsters Norden, Osten und Süden.

Von Julia Körtke

Die Fahrradrouten zum Thema Nachhaltigkeit stellten Vertreterinnen und Vertreter der am Projekt beteiligten Vereine, Initiativen und Firmen vor. Foto: Julia Körtke

Ein kleines Mädchen sitzt allein vor dem schwedischen Reichstag in Stockholm, vor sich ein Schild: „Schulstreik für das Klima“ steht da drauf. Fast vier Jahre ist es her, dass dieses Bild von Greta Thunberg durch die internationale Presse ging. Damals erfasste eine Hitze- und Dürrewelle Europa. Erstmals wurden die Auswirkungen des Klimawandels auch im globalen Norden drastisch spürbar.

Heute ist, spätestens mit der Flutkatastrophe im Ahrtal, fast in allen Köpfen angekommen, was für eine Katastrophe droht. Immer mehr Menschen engagieren sich, setzen sich für Nachhaltigkeit ein, demonstrieren. Gefühlt können alle Konsum- und Lebensgewohnheiten nachhaltiger gestaltet werden. Aber wo lässt sich anfangen?

Drei Routen führen zu Projekten und Läden

Zumindest für Münsteranerinnen und Münsteraner gibt es dazu jetzt eine Lösung. Mit dem Projekt „Mit der Leeze auf Nachhaltigkeitskurs“ der Bewegung Münster nachhaltig sollen Interessierte auf dem Fahrrad nicht nur die Stadt, sondern vor allem deren vielfältigen Nachhaltigkeitsprojekte erkunden können.

Auf drei Fahrradrouten können Projekte und Läden kennengelernt werden. Mit Hilfe von öffentlich ausliegenden Karten können die Strecken auf eigene Faust abgefahren werden. Für Schulausflüge oder Gruppen kann bei Münster nachhaltig eine geführte Tour angefragt werden.

Auf den Routen durch Münsters Norden, Osten und Süden stellen jeweils sieben bis acht Akteure und Akteurinnen ihre Projekte oder Läden vor. Auf den Karten können zudem über einen QR-Code kleine Vorstellungsvideos abgerufen werden.

Secondhand-Laden für Schülerinnen und Schüler

Mit dabei sind zurzeit unter anderem mehrere faire Bekleidungsgeschäfte, der entwicklungspolitische Bildungsverein Vamos, die „fairteilbar“, die gerettete Lebensmittel verkauft, und die Nachhaltigkeits-AG des Ratsgymnasiums, die auf dem Schulgelände einen Secondhand-Laden für Schülerinnen und Schüler ins Leben gerufen hat.

Neben den vorgestellten Projekten sind auch die Routen sehr unterschiedlich. Während die Ost-Route mit sieben Kilometern die kürzeste ist, führt die längere Süd-Route mit ihren 23 Kilometern sogar bis zum Nabu nach Hiltrup. Und wer danach immer noch unschlüssig ist, wo er mit dem gelebten Klimaschutz anfangen kann, der hat doch zumindest eine schöne Radtour hinter sich.

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