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WN-Wissensimpulse mit Susanne Nickel

Mit Leidenschaft zum Ziel

Münster

Wie man selbst gesteckte Ziele erreicht, hat Susanne Nickel bei der jüngsten Ausgabe der „WN-Wissensimpulse“ erläutert. Ein ganz wichtiger Tipp der Expertin: „Setz Dich durch!“

Von Hubertus Kost

Durchsetzen, durchstarten, durchhalten: Susanne Nickel erläuterte, wie Ziele erreicht werden können Foto: Hubertus Kost

„Du hast Dir täglich 20 Liegestütze als persönliches Ziel gesetzt. Welche ist die wichtigste?“, fragt Susanne Nickel. Die Antwort kommt spontan aus dem Publikum: „Die 21.“ Richtig! Die Begründung: „Mach immer etwas mehr, als du dir vorgenommen hast,“ sagt die Rechtsanwältin und Expertin für Veränderungsmanagement. Einfach sei das meistens nicht, denn dazu brauche es Willenskraft, erläuterte die Referentin in ihrem ebenso informativen wie unterhaltsamen Vortrag („Ziele erreichen“) am Montagabend bei den WN-Wissensimpulsen im Cloud-Forum auf dem Germania-Campus.

„Setz Dich durch“ sei eine ganz wichtige Aufforderung, um ein Ziel zu erreichen. Dabei gebe es oft „Störfaktoren“ aus der Kindheit. Wem als Kind gesagt wurde, „Du schaffst das nicht“ oder „Du kannst das nicht“, der erinnere sich als Erwachsener immer dann an solche Glaubenssätze, wenn es darum gehe, sich persönliche Ziele zu setzen. Umgekehrt gilt aber auch: Wer als Kind Anerkennung erfahren hat, dem falle es später im Leben leichter, sich Ziele nicht nur zu setzen, sondern auch durchzusetzen.

Jeder Mensch hat Ziele

Hat jeder Mensch Ziele? Eigentlich ja, dann kommt das „aber“, denn „von zehn Menschen, die sich ein Ziel setzen, fangen sechs erst gar nicht damit an, dieses Ziel zu erreichen“, sagt Susanne Nickel. Deshalb müssten Wünsche und Bedürfnisse ermittelt werden, und dann „nicht so viel reden, sondern mehr tun“.

Damit verbinde sich ein emotionaler Schub. Begeisterung und Leidenschaft seien extrem wichtig, um Ziele zu erreichen. Das sei übrigens in jedem Alter möglich.

Es gehe aber nicht nur um Durchsetzen und Durchhalten (Thema Liegestütze), sondern auch um Durchstarten. Die Beraterin nennt das 3-D-Strategie. Dazu gehöre die Frage: „Sind die Ziele, die ich habe, wirklich meine Ziele? Oder lasse ich mich beeinflussen?“

Im betrieblichen Alltag bedeute das zum Beispiel: „Steht meine Karriere- oder Erfolgsleiter an der richtigen Wand?“ Kann zum Beispiel heißen: „Passen meine Werte noch zu den Werten des Unternehmens, in dem ich arbeite?“

Auch Fehler einkalkulieren

Wer ein Ziel erreichen will, der sollte auf dem Weg dorthin auch Fehler einkalkulieren, „bis zum Scheitern, denn auch das kann dazugehören“, betonte die Beraterin. Noch etwas deutlicher: „Wenn Du keine Fehler machst, dann sind Deine Ziele nicht groß genug.“

Aufgeben sollte man nie, aber die Frage stellen und beantworten: „Was ist das Gute im Schlechten?“ Man könne jammern, dann aber weitermachen – und nicht vergessen, dankbar für das zu sein, was man erreicht habe.

Aufrechte Haltung einnehmen

Susane Nickel ging dabei auf die durch Corona bedingte Homeoffice-Situation ein, die viele Menschen „runterziehen“ würde. „Nehmt eine aufrechte Haltung ein!“ Das war wörtlich gemeint und zugleich eine Aufforderung: aufstehen, Kopf und Schultern kurz hängen lassen und sich dann langsam gerade aufrichten. Das gesamte Publikum machte mit.

Die nächste Veranstaltung ist am 8. November um 19.30 Uhr. Dann spricht Leander Govinda Greitemann zum Thema „Perspektivenwechsel – Vom reaktiven zum kreativen Mindset“.

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