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Betrieb aus Münster schickt Handwerker ins Flutgebiet

Mitarbeiter helfen eine Woche lang beim Wiederaufbau

Münster

Der Familienbetrieb Böckenholt aus Münster schickt ein Drittel seiner Mitarbeiter für eine Woche ins Flutkatastrophengebiet. Aus Dankbarkeit und sozialer Verpflichtung. Die Mitarbeiter sollen beim Wiederaufbau helfen.

Von Karin Höller

Das münsterische Unternehmen Böckenholt Wasseraufbereitung schickt für eine Woche zwei Mitarbeiter in das von der Flutkatastrophe zerstörte Irrel in Rheinland-Pfalz. Foto: privat

Sie sind wegen der guten Auftragslage selber gut durch die Pandemie gekommen. „Aus großer Dankbarkeit dafür wollen wir uns jetzt für die Menschen einsetzen, die Hilfe bitter nötig haben“, sagt Firmeninhaberin Hildegard Böckenholt vom Unternehmen Wasseraufbereitung Böckenholt. Deshalb schickt der münsterische Familienbetrieb am Montag zwei seiner sechs Mitarbeiter – einen Elektriker und einen Gas- und Wasserinstallateur – für eine Woche ins Flutkatastrophengebiet, und zwar in die Gemeinde Irrel in Rheinland-Pfalz. Mit dem Bürgermeister und anderen Verantwortlichen vor Ort sei im Vorfeld Kontakt aufgenommen worden. Die genauen Einsatzorte sollen mit ihnen abgestimmt werden, berichtet Hildegard Böckenholt.

Jedenfalls richten sich die beiden Mitarbeiter bei ihrer einwöchigen Mission im Flutkatastrophen-Gebiet darauf ein, Heizungen zu reparieren, Schaltkästen auszutauschen, Steckdosen zu setzen und dabei zu helfen, dass angesichts der zerstörten Leitungen nicht weiterhin ungefiltertes Abwasser in den Fluss geleitet wird.

Lebensnotwendige Infrastruktur aufbauen

Viele Familien, deren Wohnungen überflutet wurden, „hatten keine Elementarschadenversicherung“, weiß die münsterische Unternehmerin. Sie hofft, dass ihre Mitarbeiter einigen der betroffenen Familien helfen können, ein Stück der lebensnotwendigen Infrastruktur wieder aufzubauen. Böckenholt geht von Kosten für den einwöchigen Einsatz in Höhe von bis zu 15.000 Euro aus. Aber Geld, wie sie findet, das gut investiert ist. „Denn die Probleme, die wir hier in Münster haben, sind Probleme auf eher hohem Niveau.“

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