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Schüler werden zu Forschern

Mobilität der Zukunft erforschen

Münster

Wie sehen die Batterien der Zukunft aus? Und wie kann man Energie aus einem Ruderergometer nutzen? Mit solchen Fragen beschäftigen sich Schüler des Annette-Gymnasiums. Und sie bekommen prominente Unterstützung.

wn

Lorena Gaer und Carina Ebert forschen mit Wissenschaftlern des Meet-Batterieforschungszentrums an Batterien der nächsten Generation, die vor allem E-Autos und Elektrobusse antreiben sollen. Foto: Annette-Gymnasium

Wie sieht die Mobilität der Zukunft aus? Mit der Frage beschäftigen sich Teams des Annette-Gymnasiums. Acht Schüler, die nach den Ferien im Abschlussjahrgang sind, wollen mit ihren Projekten beim Wettbewerb „Jugend forscht“ antreten, heißt es in einer Mitteilung der Schule.

„In drei Projekten erforschen Schüler Elektromobilität und Energierückgewinnung“, sagen die Lehrer Daniel Spieker und Michael Deittert, die die Projekte betreuen. Um praxisnah zu arbeiten, werden die Schüler vom Meet-Batterieforschungszentrum der Uni Münster, den Stadtwerken, dem Institut für Anorganische und Analytische Chemie der Uni sowie dem Ruderverein Münster von 1882 unterstützt.

Carina Ebert und Lorena Gaer forschen mit Wissenschaftlern des Meet an Batterien der nächsten Generation, die E-Autos und Elektrobusse verbessern sollen. Der Fokus liegt laut Mitteilung dabei auf der Verwendung von Lithium.

Leon Kock, Fynn Elpers und Aaron Teschner analysieren die Auswirkungen von Brems- und Reifenabrieb und vergleichen diese zwischen Elektro- und Dieselbussen. Dafür arbeiten sie mit den Stadtwerken zusammen. Elektrofahrzeuge gewinnen beim Bremsen Energie zurück, wodurch sich der Bremsabrieb reduziert. Das Team forscht für sein Projekt im Labor des Instituts für Anorganische und Analytische Chemie in den Analytik-Laboren der Uni.

Um die Rückgewinnung von Energie geht es auch im dritten Projekt. Die Ruderer des Rundervereins nutzen zum Training Ruderergometer. Beim Zug der Sportler an dem Gerät entsteht Wärme, also Energie, die nicht genutzt wird, heißt es in der Mitteilung. Johanna Dumstorf, Aaron Schönefeld, Cara Jäckel hatten die Idee, diese Energie nutzbar zu machen. Zusammen mit einem Auszubildenden aus der Buswerkstatt der Stadtwerke Münster entwickeln sie eine Technik, diese Energie ins Netz einzuspeisen. „Das wäre für uns optimal: Wenn wir im Bootshaus trainieren, wird vor der Tür ein Elektro-Bulli mit unserer eigenen Energie geladen. Rudern für den Klimaschutz“, sagt der Stützpunkttrainer Thorsten Kortmann vom Ruderverein.

Die Schüler des Annette-Gymnasiums werden laut Mitteilung bei ihren Projekten finanziell von der Wilhelm und Else Heraeus-Stiftung unterstützt.

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