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Prominente Unterstützung vom H-Blockx-Frontmann

Henning Wehland hilft am Hot Dog-Stand aus

Münster

Seit einer Woche kämpft Münsters bekanntester Hot Dog-Stand in der Bolandsgasse mit akutem Personalmangel und musste deswegen sogar schon schließen. Am Mittwoch bekam der Stand prominente Unterstützung.

Von Lukas Speckmann

Am Mittwoch vergangener Woche war Münsters bekanntester Hot Dog-Stand in der Bolandsgasse verriegelt und verrammelt – geschlossen wegen Personalmangels. „Das habe ich in unseren 30 Geschäftsjahren noch nicht erlebt“, sagt Inhaberin Jutta Morthorst. Fans und Kunden waren überrascht und traurig.

Nun hat sich der prominenteste Fan der Hot Dog-Bude gemeldet und wollte helfen: H-Blockx-Frontmann Henning Wehland stellte sich am Mittwoch selbst hinter den Verkaufstresen.

Sieht schon gekonnt aus: Henning Wehland übernimmt eine Schicht in Münsters bekannteter Hot Dog-Bude in der Bolandsgasse. Foto: Oliver Werner

Henning Wehlands Lieblings-Hotdog? Ganz einfach: „Der einfache.“ Also Wurst im Brötchen, dazu Ketchup oder Remoulade oder Senf. Da merkt man nämlich am besten, wie gut die Grundzutaten sind. Jutta Morthorst, Wehlands Chefin in der „Hot Dog Station“, weiß es noch besser: „Der Curry“, ruft sie über die Schulter. Das ist wie der Einfache, nur mit warmer Curry-Soße. Nicht schlecht.

Nicht jeder Kunde erkannten den Sänger hinter der Thekenscheibe. Foto: spe

Trotzdem: Der erste bei Henning Wehland bestellte Hotdog des Tages ist ein „Spezial“: Brötchen aufstechen, dann eine Schicht Ketchup rein, Wurst drauf, einen Streifen Remoulade drüber – und dann das Ganze mit knusprigen braunen Röstzwiebeln und ein paar weichen Würzgurkenscheiben toppen. Zum Anbeißen. Dieser Hotdog wird berühmt, denn die internationale Presse nimmt ihn als Requisit für die Promi-Fotos des Tages: H-Blockx-Frontmann Wehland verkauft Hotdogs in der Bolandsgasse. Wie lange eigentlich? „Bis die Schicht zu Ende ist“, sagt der Musiker.

Die Feinheiten bekam er von der Chefin Jutta Morthorst gezeigt. Sie sucht dringend Aushilfen, sonst muss sie ihren Laden tageweise schließen. Foto: Oliver Werner

Schade, dass man ihn hinter Maske und Thekenscheibe fast nicht erkennt. Manche Kunden merken gar nicht, wer sie da bedient. Alle anderen sind begeistert: „Gibt’s keine Musik?“ Wehland meint es offenbar ernst: Den kultigen Traditionsimbiss möchte er unbedingt unterstützen. Wehland: „Ich habe in über 30 Ländern Hotdogs gegessen“, sagt er. „Das hier sind die besten!“ Er macht seine Sache gut. Für den ersten „Spezial“ braucht er noch eine Minute, doch schon der dritte geht ihm locker von der Hand, und wie er das Trinkgeld bucht, weiß er auch. Nur als ein verwöhnter Kunde eine Extra-Wurst will, gerät er kurz aus dem Takt. Jutta Morthorst muss ihm scharfe Soße für den „Mexikanischen Chili-Hotdog“ in einer Glühweintasse anreichen. Die einfachen Hotdogs sind doch die Besten . . .

Chefin Jutta Morthorst freute sich über die Promi-Unterstützung. Sie kann jede helfende Hand gebrauchen. Foto: Oliver Werner

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