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Chronologie

Die Historie im Fall des Müllsammlers

Münster

Er hortet Müll in seinem Garten, besetzt Baukräne und bedroht seine Nachbarin: Seit Jahren beschäftigt der in Münster als Müllsammler bekannte Mann aus Kinderhaus die Behörden. Ein Rückblick auf Räumungen, Polizeieinsätze und Gerichtsverfahren.

Von Anna Spliethoff

Das Grundstück des Müllsammlers wurde schon mehrfach geräumt. Allein 2022 hat der Mann zudem zweimal einen Kran besetzt. Die Polizei ist regelmäßig in Kinderhaus im Einsatz. Foto: Oliver Werner/Matthias Ahlke

Bereits seit mehreren Jahren beschäftigt der in Münster als Müllsammler bekannte Mann Ordnungsamt, Polizei und Justiz. Sein Grundstück am Althausweg in Kinderhaus wurde bereits mehrfach geräumt, gegen den heute 58-Jährigen gab es zudem schon mehrere Gerichtsverfahren. 

Ein Rückblick auf die Entwicklungen und Ereignisse seit August 2016:

2022: Erneute Räumung, zwei Kranbesetzungen und ein neuer Prozess

28. November 2022: Der in Münster stadtbekannte Müllsammler wird zunächst in Gewahrsam genommen. Einen Tag später liegt gegen ihn ein Haftbefehl vor, er sitzt in Untersuchungshaft.

9. November 2022: Die Lage in Kinderhaus spitzt sich zu: An nur einem Tag musste die Polizei dreimal ausrücken, weil der stadtbekannte Müllsammler Unruhe stiftete.

7. November 2022: Aus Sicherheitsgründen durfte der stadtbekannte Müllsammler und Kranbesetzer aus Münster-Kinderhaus während des G7-Treffens nicht in die Innenstadt. Für mächtig Unruhe sorgte er trotzdem.

17. Oktober 2022: Der Müllsammler muss sich erneut vor dem Amtsgericht verantworten. Der Termin für den Prozess steht fest.

13. Oktober 2022: Am Tag nachdem der Müllsammler aus Kinderhaus seine Nachbarin tätlich angegriffen hat, stellt die Polizei ihr eigenes Verhalten bei dem Einsatz auf den Prüfstand.

12. Oktober 2022: Der Mann aus Kinderhaus greift seine Nachbarin an – und diesmal bleibt es nicht bei verbalen Attacken.

23. September 2022: Nach der wochenlangen Kranbesetzung muss sich der Mann vor dem Amtsgericht verantworten. Doch der Termin für die Gerichtsverhandlung wird verschoben.

5. September 2022: Der Müllsammler, der zuletzt wochenlang einen Kran besetzte, verängstigt durch seinen Drohungen wieder seine Nachbarn. Die Polizei muss mehrfach ausrücken.

23. August 2022: Die wochenlange Kranbesetzung hat ein Nachspiel. Das städtische Unternehmen Wohn- und Stadtbau will den Kran-Kletterer in Regress nehmen und reicht Klage ein.

16. August 2022: Nach drei Wochen ist die Kranbesetzung beendet. Die Arbeiten auf der Baustelle können fortgesetzt werden. Doch es wird auch eine Schadensbilanz gezogen.

25. Juli 2022: Er hat es wieder getan: Der Müllsammler hat erneut einen Kran in der Innenstadt besetzt. Insgesamt drei Wochen bleibt der Mann auf dem Kran an der Hermannstraße.

28. April 2022: Schon seit Jahren beschäftigt der Mann aus Kinderhaus Polizei und Justiz – bislang ohne nachhaltigen Erfolg. Dafür gibt es mehrere Gründe.

27. April 2022: Der Müllsammler besetzt einen Kran an der Hammer Straße/Hermannstraße. Fast eine Woche harrt der Mann auf dem Kran aus – und wird danach freigelassen.

26. April 2022: Monatelang hat der Mann erneut Müll gesammelt. Deshalb lässt die Stadt das Grundstück in Kinderhaus räumen.

4. April 2022: Immer mehr Müll türmt sich auf dem Grundstück des Mannes in Kinderhaus. Es kommt erneut zu einem Polizeieinsatz.

28. Januar 2022: Für die Nachbarn am Althausweg geht der Albtraum von vorne los: Der psychisch kranke Mann hortet erneut Müll auf seinem Grundstück.

2021: Müllsammler steht erneut vor Gericht

22. August 2021: Der Fall um den Müllsammler beschäftigt erneut das Landgericht. In einem Berufungsverfahren wird er zu einer zweijährigen Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt. Der Müllsammler darf das Gefängnis verlassen.

18. März 2021: Das Landgericht verurteilt den Mann aus Kinderhaus zu einer eineinhalbjährigen Haftstrafe ohne Bewährung.

3. März 2021: Der Müllsammler aus Kinderhaus steht wieder vor Gericht. Er muss sich wegen Beleidigungen und Bedrohungen verantworten.

2019: Urteil im Prozess und erneute Räumung

16. Dezember 2019: Aufräumaktion am Althausweg: Die Stadt Münster lässt das Grundstück des psychisch kranken Müllsammlers räumen.

9. Mai 2019: Der Prozess gegen den Müllsammler endet. Der Mann wird zu einer Bewährungsstrafe verurteilt – und darf zurück nach Hause.

21. Februar 2019: Das Landgericht rollt den Prozess gegen den Mann aus Kinderhaus neu auf. Es geht um die dauerhafte Unterbringung in einer Psychiatrie.

2018: Mann besetzt einen Kran am UKM

30. November 2018: Der Mann aus Kinderhaus sorgt für einen Großeinsatz am Uniklinikum Münster. Elf Stunden lang besetzt er einen Baukran.

27. November 2018: Der Mann aus Kinderhaus muss sich vor dem Amtsgericht Münster verantworten, weil er massenweise Müll hortet und seine Nachbarin bedroht.

2017: Nachbarn reichen Klage gegen Müllsammler ein

13. Juli 2017: Im juristischen Nachbarschaftsstreit vom Althausweg gibt es keine Lösung des Müllproblems. Die Stadt reagiert – und lässt das Grundstück erneut räumen.

6. Juli 2017: Der Mann aus Kinderhaus scheitert vor dem Verwaltungsgericht mit einem Eilantrag. Das bedeutet: Er muss den Abfall von seinem Grundstück entsorgen. Sonst droht die Räumung des Grundstücks.

17. Juni 2017: Der Müllberg im Garten des Kinderhausers wächst weiter. Die Nachbarn des Müllsammlers reichen eine Klage beim Amtsgericht ein.

31. März 2017: Nach der Zwangsräumung im August 2016 wächst der Müllberg am Althausweg erneut – zum Leidwesen der Nachbarn.

2016: Grundstück wird erstmalig geräumt

31. August 2016: Die Nachbarn können nach monatelangem Warten aufatmen: Die Stadt lässt das Grundstück des Müllsammlers räumen.

5. August 2016: Monatelang hortet der Mann aus Kinderhaus Müll in seinem Garten. Das Ordnungsamt schreitet ein und fordert, dass der Müll entsorgt wird.

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