1. www.wn.de
  2. >
  3. Münster
  4. >
  5. CDU-Politiker aus Münster lehnen Wahlkampfauftritte mit Linkspartei ab

  6. >

Reaktionen auf CDU-Vorstoß im Wahlkampf

„Keine Gleichsetzung von AfD und Linke“

Münster

Die münsterische CDU will wegen unüberbrückbarer Differenzen bei der Einschätzung des Krieges gegen Russland im Wahlkampf nicht mehr gemeinsam mit der Linken auftreten. Dieser Vorstoß kann natürlich nicht ohne Folge bleiben. Hier die Reaktionen.

Von Klaus Baumeister

Der Krieg in der Ukraine belastet den Landtagswahlkampf in Münster. Foto: Felipe Dana/AP/dpa

Die drei Landtagskandidaten der CDU – Teresa Küppers, Simone Wendland und Julian Allendorf – haben angekündigt, im laufenden Landtagswahlkampf an keine Podiumsdiskussionen mit Beteiligung der Linken teilzunehmen. Hintergrund sind die unterschiedlichen Positionen der beiden Parteien zum Überfall Russlands auf die Ukraine.

Zuvor hatte sich ein Parteienbündnis darauf verständigt, AfD-Wahlkreiskandidaten von Podiumsdiskussionen auszuschließen. Die neuen Entwicklung hat vielfältige Reaktionen ausgelöst. Hier einige Stimmen:

Josefine Paul, Robin Korte und Dorothea Deppermann (Grüne): „Wir nehmen diese Entscheidung der CDU zur Kenntnis. Wir sind davon überrascht, in diese Entscheidung nicht vorher einbezogen worden zu sein, so wie wir auch alle anderen Parteien in die gemeinsame Erklärung zur Nicht-Teilnahme an Podien mit AfD-Beteiligung einbezogen haben. Wir setzen uns sehr kritisch mit der Haltung der Partei Die Linke zum russischen Angriffskrieg auf die Ukraine auseinander. Aus unserer Sicht verbietet sich eine Gleichsetzung von AfD und Linke. Die AfD lehnt den demokratischen Grundkonsens ab.“

Bibiane Benadio, Sandra Beer und Thomas Kollmann (SPD): „Die Äußerungen der Linken zum Krieg in der Ukraine und ihr Verhalten im Rahmen der parteiübergreifenden Resolution sind fraglos empörend. Das Verhalten der CDU ist jedoch ebenfalls irritierend“

Paavo Czwikla (FDP): „Wir glauben, Vertreterinnen und Vertreter der Linkspartei weiterhin argumentativ erreichen zu können. Deshalb schließen wir uns dem Anliegen der CDU nicht an.“

Katharina Geuking (Linke): „Eine zusätzliche Aufrüstung der Bundeswehr hätte den Krieg in der Ukraine nicht verhindert und auch in Zukunft kein zusätzliches Abschreckungspotenzial.“

Lars Nowak (Die Partei) schreibt: „Sollte die Linkspartei wegen dieser Sache von Podiumsdiskussionen ausgeladen werden, kann sie ja wieder ihre letzte Woche gezeigte Expertise beim Stören von Veranstaltungen einsetzen.“

Startseite
ANZEIGE