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Münsters Krisenstabsleiter schlägt Verschiebung vor

Heuer warnt vor Corona-Lockerungen am 20. März

Münster

Viele Infektionen, dazu eine hohe Dunkelziffer: Münsters Krisenstabsleiter warnt auch im Hinblick auf die Krankenhäuser derzeit vor weiteren, bereits geplanten Lockerungen.

Krisenstabsleiter Wolfgang Heuer Foto: Ina Fassbender/dpa

Krisenstabsleiter Wolfgang Heuer spricht sich aufgrund der Coronalage gegen die für den 20. März avisierten weiteren Lockerungen aus. Die seit Langem geplanten bundesweiten Lockerungen, die einen Verzicht auf nahezu sämtliche bisherige Schutzmaßnahmen bedeuten können, passten nicht zur aktuellen Entwicklung, so Heuer, der eine Verschiebung um zwei bis vier Wochen vorschlägt.

Seit einigen Tagen erlebe man in Münster eine extreme Covid-19-Welle. Alleine am Dienstag meldete die Stadt 1304 Neuinfizierte und damit die mit Abstand höchste Zahl in zwei Jahren Pandemie in Münster. Es gebe, so Heuer, kaum einen Betrieb, eine Behörde oder eine Schule ohne zahlreiche Infizierte. Aufgrund des veränderten Meldegeschehens gehe er zudem davon aus, dass eine relevante Dunkelziffer an Infektionen zu veranschlagen sei: „Die wirkliche Inzidenz in Münster liegt höher als 1325“.

Viele Infizierte Krankenhausmitarbeiter

Aktuell hervorzuheben sei dabei die hohe Zahl an infizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Krankenhäusern: Mit aktuell 642 Beschäftigten, die sich in der Isolierung befänden, bestehe eine große Belastung für den Betrieb der jeweiligen Häuser, so Heuer.

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