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Corona-Lage

Deutlich weniger Corona-Fälle bei Kindern und Jugendlichen

Münster

Ist der Scheitelpunkt der fünften Corona-Welle überwunden? Mit Blick auf die Infektionszahlen der Vorwoche könnte in Münster dieser Eindruck entstehen. Vor allem bei Kindern und Jugendlichen sind die Zahlen rückläufig.

Von Anna Spliethoff

Innerhalb einer Woche wurden in Münster 3753 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das waren weniger als in der Vorwoche. Foto: dpa (Symbolbild)

Münsters Krisenstabsleiter Wolfgang Heuer geht davon aus, dass der Scheitelpunkt der fünften Corona-Welle überschritten ist. Und diese Entwicklung spiegeln auch die Infektionszahlen der vergangenen Woche (14. bis 20. Februar; Kalenderwoche 7) wider: Das Gesundheitsamt in Münster hat innerhalb von sieben Tagen 3753 Corona-Neuinfektionen bestätigt. Das waren 865 weniger als noch in der Vorwoche. Das geht aus dem wöchentlichen Daten-Report der Stadt Münster hervor.

Wenn die Zahl der Neuinfektionen sinkt, sinkt folglich auch die Sieben-Tage-Inzidenz. Die Stadt gibt die Inzidenz für die vergangene Woche mit 1194,0 an. Im Vergleich zur Vorwoche ist das ein Minus von 275,1. Die Inzidenz bildet die Corona-Fälle in den vergangenen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner ab.

Rückgang der Inzidenzen bei Kindern und Jugendlichen

In allen Altersgruppen ist die Inzidenz in Münster gesunken - am deutlichsten bei den Kindern und Jugendlichen. Den stärksten Rückgang hat es bei den Zwölf- bis 17-Jährigen gegeben. In dieser Altersgruppe ist die Inzidenz von 3193,5 auf nun 2011,0 gesunken. Weiterhin ist die Inzidenz beim Vergleich aller Altergruppen bei den Zwölf- bis 17-Jährigen jedoch am höchsten. 

Nur knapp darunter liegt laut dem Report der Stadt die Inzidenz bei den Null- bis Elfjährigen. In dieser Altersgruppe wurden in der vergangenen Woche die zweitmeisten Corona-Infektionen registriert. In der sechsten Kalenderwoche (7. bis 13. Februar) lag die Inzidenz in dieser Gruppe noch bei 2639,1. Nun ist sie um 635,9 auf 2003,2 gesunken. Seit Ende der Weihnachtsferien sind die Inzidenzen bei den Kindern und Jugendlichen in Münster deutlich höher als in den anderen Altersgruppen.

Erneut viele Infektionen in Gievenbeck

Bei den 18- bis 29-Jährigen liegt die Inzidenz nun bei 1461,7 (-166,5), bei den 30- bis 64-Jährigen ist die Inzidenz um 237,0 auf nun 1141,6 gesunken. Die niedrigste Inzidenz gibt es weiter in der Altersgruppe der Menschen ab 65 Jahren. Auch dort ist die Inzidenz im Vergleich zur Vorwoche gesunken - um 55,2 auf 311,8.

Wie schon seit Jahresbeginn wurden auch in der siebten Kalenderwoche die meisten Corona-Neuinfektionen im Stadtteil Gievenbeck gemeldet. Innerhalb einer Woche wurden dort 261 Infektionen bestätigt. Das sind jedoch weniger als noch in der Vorwoche, in der es in Gievenbeck 304 neue Corona-Fälle gegeben hat.

Inzidenzen von über 2000 in Rumphorst und Amelsbüren

Hohe Infektionszahlen gab es in der vergangenen Woche zudem in Coerde (209) sowie in Rumphorst (171). Noch deutlich über 100 Infektionen wurden im Kreuzviertel (143), in Uppenberg (134) und in Angelmodde (132) gemeldet.

Im Verhältnis zur Einwohnerzahl wurden in Rumphorst die meisten Infektionen bestätigt. Dort ergibt sich eine rechnerische Inzidenz von 2007,7. Ähnlich hoch war sie in der Vorwoche in Amelsbüren (2001,2).

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