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Letzter Schultag der Abiturientia 2022

Viele Corona-Infektionen: Die Mottowoche hinterlässt Spuren

Münster

Diese Woche hat bei vielen Schülern Spuren hinterlassen. An ihrem letzten Schultag war den angehenden Abiturienten die Müdigkeit vor lauter Feierei anzusehen. Und auch Corona hat die Schülerschaft noch einmal ordentlich dezimiert.

Von Jonas Wiening

Viele der angehenden Abiturienten und Abiturientinnen trugen auch am Freitag ihre Maske, die meisten haben sich vor dem letzten Schultag sogar noch mal testen lassen. Die meisten Schüler handelten umsichtig. Doch der ganze Spaß mit vielen Aktionen in großen Gruppen, der Alkoholkonsum und die gemeinsamen Partys – die ganze Woche über – haben dann doch Spuren bei den Abschlussschülern hinterlassen. Das war am Mittag auf dem Domplatz deutlich zu spüren.

In Vor-Corona-Zeiten trafen sich hier nach dem letzten Schultag oft Tausende angehende Abiturienten und machten den Platz zur Partymeile. Das war auch in diesem Jahr so, am Ende waren es aber nur gut 200 junge Erwachsene, die sich versammelten, in kleineren Gruppen zusammenstanden, ihre Schlachtrufe skandierten und kleinere Wettbewerbe veranstalteten.

Corona-Infektionen nach der Mottowoche

„Die Mottowoche war halt super anstrengend. Jeden Tag feiern – das schlaucht schon ganz schön“, sagte Schülerin Marlene Wrede, die noch eine zweite Erklärung für die verhältnismäßig ruhige Party zum Abschluss der letzten Schultage hatte: „An den vergangenen Tagen hat die Zahl der Corona-Fälle enorm zugenommen. Obwohl viele sogar FFP 2-Masken in der Schule getragen haben, sind bei uns in der Stufe jetzt bestimmt 20 bis 30 Leute Corona positiv. Aber bei den vielen Partys war ja jedem das Risiko bekannt“, sagte die angehende Abiturientin vom Annette-Droste-Hülshoff-Gymnasium.

Auch an den anderen Schulen mussten viele Mitglieder der Abiturientia 2022 der Mottowoche Tribut zollen. Am Kardinal-von-Galen-Gymnasium konnte der letzte Schultag wegen einer hohen Zahl von Corona-Fällen gar nicht stattfinden.

Die Friedensschule war da sogar noch gut bedient: „Am Freitagmorgen haben sich alle Schüler noch einmal testen lassen. Neun Coronatests waren positiv“, sagte Schulleiter Ulrich Bertram, der von den Schülern an ihrem letztem Schultag von zu Hause abgeholt, in ein Mexikaner-Kostüm gesteckt und auf einem Jetski zur Schule gefahren wurde. „Das ist hier so Tradition. Und es ist ja schön, dass endlich wieder ein bisschen Normalität einkehrt“, sagte er.

Abitur-Prüfungen starten Ende April

„Abios Amigos – 13 Jahre Siesta, jetzt Fiesta“, lautet das Motto an der Friedensschule, wo am Freitag – wie an fast jeder weiterführenden Schule in Münster – einiges an Programm anstand. So nahmen die angehenden Abiturienten besonders die Lehrer in den Fokus und stellten ihnen sportliche oder Wissens-Aufgaben.

Das Wochenende wollen die Schüler nun nutzen, um sich von der anstrengenden Mottowoche zu erholen. Danach geht es dann an den Schreibtisch. Denn Ende April stehen schon die ersten Abitur-Prüfungen an.

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