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Preußen Münster

Münsters Rat beschließt Finanzrahmen: 60,2 Mio. Euro für Stadion-Modernisierung

Münster

Feier-Tag für alle Anhänger des SC Preußen Münster: Der Rat der Stadt hat am Mittwochabend insgesamt 60,2 Millionen Euro für die Modernisierung des städtischen Stadions an der Hammer Straße im Haushalt für die nächsten Jahre eingeplant.

Von Dirk Anger und Klaus Baumeister

Blick ins Preußenstadion an der Hammer Straße. Foto: Oliver Werner

Damit wurde das bisherige Budget für das Projekt nach dem Willen der Koalition aus Grünen, SPD und Volt um zusätzliche 20 Millionen Euro aufgestockt. Weitere fünf Millionen Euro stehen aus Stellplatzablösemitteln für die Mobilitätsstation bereit. Sanierung oder Neubau des Stadions waren in Münster ein politischer Dauerbrenner über mehr als drei Jahrzehnte hinweg.

In einem weiteren Ratsbeschluss, der einzig von der FDP abgelehnt worden ist, wurde die Ausbau-Reihenfolge festgelegt, die nach der Gesamtplanung für ein zweitligataugliches Stadion mit dem Bau der Westtribüne beginnt und unter anderem den Rück- und Neubau der Nordtribüne in den Blick nimmt.

Die Ausstattung der dort vorgesehenen und vom Verein dringend benötigten Logen sowie des Businessbereichs muss aber mit Geldern des SC Preußen und privater Sponsoren gestemmt werden – das gilt ebenso für den Ausbau der Südwestecke zur Deckung der Raumbedarfe des SCP, etwa für die Modernisierung der Geschäftsstelle sowie für Zwecke des Profi- und Nachwuchsleistungszentrum-Bereichs.

Die Stadtverwaltung ist aufgefordert, die Ausschreibung für einen sogenannten Totalübernehmer vorzubereiten. Gesucht wird ein Unternehmen, das Planung und Bauausführung aus einer Hand macht. Dieses Verfahren soll dabei helfen, die Kosten in einem verlässlichen Rahmen zu halten.

Einzige Ungewissheit weiterhin: Noch immer ist nicht geklärt, ob die Stadt vorsteuerabzusgberechtigt ist. Dabei steht die Frage im Raum, ob die Stadt, wie von ihr aktuell vermutet, die Mehrwertsteuer auf alle Gewerke nicht zahlen muss. Unter diesen Rahmenbedingungen wären mit den eingeplanten 60,2 Millionen Euro deutlich mehr Modernisierungsmaßnahmen möglich.

Preußen-Präsident Strässer: „Seit heute sind wir sicher“

Preußen-Präsident Christoph Strässer sagte zur Ratsentscheidung: „Diese Entscheidung ist das Ergebnis einer jetzt schon lange anhaltenden vertrauensvollen Zusammenarbeit aller Beteiligten im Verein, der Verwaltung und Politik. Dafür gilt unser großer Dank.“

Weiter erklärte Strässer: „Wir wissen, dass wir noch nicht am Ziel sind, es werden noch weiter dicke Bretter zu bohren sein. Aber seit heute sind wir sicher: Wir werden es schaffen.“ Der SC Preußen bekomme nach jahrzehntelanger Diskussion und vielen Rückschlägen eine zukunftsfähige Spielstätte, so der SCP-Präsident erfreut.

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