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20 Jahre Münster-„Tatort“

Münster feiert seinen „Tatort“

Münster

Vor 20 Jahren lief die erste Folge des Münster-"Tatorts" im Fernsehen. Und auch zwei Jahrzehnte später werden die Darsteller gefeiert: Münster stand am Dienstag ganz im Zeichen des runden Geburtstags.

Von Martin Kalitschke

Das Tatort-Ensemble präsentiert vor der Überwasserkirche einen digitalen Münster-Tatort-Rundgang: (v.l.) Jan Josef Liefers, Mechthild Großmann, Axel Prahl, Claus D. Clausnitzer, ChrisTine Urspruch und Björn Meyer.  Foto: Oliver Werner

Münster im Tatort-Fieber: Am Dienstagnachmittag werden Jan Josef Liefers, Axel Prahl und Co. von Hunderten Passanten gefeiert, als sie von der Überwasserkirche zum Rathaus laufen, um einen digitalen Münster-Tatort-Spaziergang erstmalig der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Und am Abend verfolgen 2300 Zuschauerinnen und Zuschauer im Preußenstadion die Premiere der neuesten Folge „Ein Freund, ein guter Freund“ im Beisein von Hauptdarstellern, Crew-Mitgliedern und Oberbürgermeister. Auch 20 Jahre nach der ersten Tatort-Folge aus Münster scheinen Professor Boerne, Kommissar Thiel und all die anderen Beteiligten nichts von ihrer Zugkraft verloren zu haben.

Auf der Jagd nach Selfies und Autogrammen

„Spurensuche mit Boerne und Thiel“ heißt der Tatort-Spaziergang, zu dem die Schauspieler an der Überwasserkirche aufbrechen, besser gesagt: aufbrechen wollen. Rund 30 Medienvertreter buhlen um Fotos und Interviews, Passanten wollen Selfies und Autogramme. „Ich habe Geburtstag“, sagt eine Frau und hält Liefers einen Kugelschreiber und einen Zettel unter die Nase. – „Kann ich mal Ihren Ausweis sehen?“ – „Ja, Moment, mein Mann. . .“ – „Nee, nee“, meint Liefers und unterschreibt bereitwillig.

Zwischendurch bleibt dann doch noch Zeit, den Rundgang zu erläutern: Wenn man sein Smartphone auf 13 in der Innenstadt verteilte QR-Codes hält, wird auf dem Handy eine Filmszene abgespielt, die genau an der Stelle spielt, wo man sich gerade befindet.

Autogramme für überraschte „Tatort“-Fans

QR-Codes hängen bereits am Rathaus und an der Aa-Brücke an der Überwasserkirche, weitere sollen bis zum Wochenende folgen. Die Spurensuche läuft bis zum Ende des Jahres.

So einen Rundgang, sagt Liefers, gebe es in keiner anderen Tatort-Stadt. „Wieder Münster auf Platz 1, einfach cool“, sagt er. Auch für ihn persönlich sei die digitale Spurensuche interessant, „weil wir oft schon am Abend wieder vergessen haben, wo wir tagsüber waren“.

Darsteller singen Ständchen auf dem Domplatz

Von der Überwasserkirche geht es am Dom vorbei Richtung Rathaus. Der Ortswechsel entwickelt sich zu einer Prozession, immer mehr Menschen schließen sich den Schauspielern an, während sich Liefers, Prahl, Großmann und Urspruch einhaken und „Ein Freund, ein guter Freund“ singen.

Auf dem Prinzipalmarkt kommt Volksfestatmosphäre auf: „Das Tatort-Ensemble und der Oberbürgermeister“, ruft ein Vertreter der Produktionsfirma. Eigentlich will er ein Fotomotiv organisieren – tatsächlich macht er damit auch den letzten darauf aufmerksam, wer soeben in Münsters guter Stube eingetroffen ist.

Prahl verspricht eine „richtig gute“ neue Folge

Menschentrauben bilden sich, Handys werden gezückt, die Schauspieler nehmen‘s gelassen. Dabei sind die Feierlichkeiten noch längst nicht vorbei: Am Abend geht es im Preußenstadion weiter. Die neue Folge, verspricht Axel Prahl, sei richtig gut. Er ist gespannt, ob das Publikum dies auch so sieht. . .

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