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Professionelle Hilfe

Münster bekommt eine Wildtierauffangstation

Münster

Immer mehr wildlebende Tiere werden verletzt. Um ihnen helfen zu können, soll in der Nähe des Zoos eine Auffangstation entstehen.

Von Helmut P. Etzkorn

Wildtiertag im Pferdemuseums des Zoos: „Nestwerk“-Chef Dirk Heidotting informierte mit seiner Frau Dagmar über die Vereinsarbeit, links Hannah Mauritz vom Verein „Tierrettung im Pott“. Foto: hpe

Münster soll im kommenden Jahr eine eigene Wildtierauffangstation, vermutlich im Bereich des Zoos, bekommen. Diese für alle Tierfreunde gute Botschaft konnte der Vorsitzende des Tierschutzvereins „Nestwerk Münsterland“, Dirk Heidotting, am Wochenende beim ersten Münsterländer Wildtiertag im Zoo verkünden.

„Weil die Situation der Wildtiere durch menschliche Eingriffe in die noch vorhandenen Lebensräume zunehmend schwieriger wird und die Zahl der aufgefundenen und verletzten Tiere kontinuierlich angestiegen ist, stoßen ehrenamtliche Pflegestellen an ihre Grenzen“, so Heitotting.

Wildtierfreundlicher Garten

Die hauptamtlich besetzte Station als zentrale Anlaufstelle für die Region soll in einem abgeschotteten Bereich des Zoos entstehen, damit die Quarantänevorgaben für die Fundtiere eingehalten werden können. „Aktuell laufen die Sondierungsgespräche mit möglichen Trägern, dem Land und der Stadt. Wir sind optimistisch, nun schnell einen Schritt nach vorn machen zu können“, so der Vorsitzende des Tierschutzvereins.

Beim Wildtiertag im Pferdemuseum des Zoo informierten Taubenfreunde, die AG Fledertiere, der Nabu-Stadtverband, Wildlife Münster und das „Nestwerk“ über ihre Tätigkeiten. Unter anderem gab es eine Checkliste für einen wildtierfreundlichen Garten. „Heimische Hecken und ungefüllte Blühpflanzen setzen, Strauchschnitt nur nach der Brutzeit, Laubreste für Igel bis zum Frühjahr liegen lassen und ein Insektenhotel bauen“, so die Kernbotschaften. Für Vögel sollte auch im Winter eine Schale frisches Wasser bereitgestellt werden, Rosinen und klein gehackte Haselnüsse seien bei den gefiederten Freunden willkommen.

„Hilfe bei Futterknappheit sinnvoll“

Heidotting: „Tiere sollten nur aus der Natur entnommen werden, wenn sie offensichtlich verletzt oder krank sind. Bei jungen Igeln, die noch im November durch den Garten streifen, ist wegen der Futterknappheit im Winter allerdings Hilfe sinnvoll.“

Infos gibt es über die Nestwerk-Hotline für Tierschutznotfälle: 0251/ 14910325.

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