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Neue Liste für die Kommunalwahl 2020

„Münster ist bunt“ tritt an

Münster

In neun Monaten wird ein neuer Oberbürgermeister und ein neuer Rat gewählt. Jetzt meldet sich die Liste „Münster ist bunt“ und kündigt an, dass sie auf den Wahllisten auftauchen möchte.

Klaus Baumeister

Organisator Werner Szybalski im Gespräch mit Marion Tüns, Münsters ehemaliger Oberbürgermeisterin. Foto: Pjer Biederstädt

An Selbstbewusstsein mangelt es Werner Szybalski nicht. Bei der Vorstellung der Wahlliste „Münster ist bunt“, die sich derzeit in Gründung befindet, forderte der Münsteraner SPD und Grüne auf, ihre Oberbürgermeister-Kandidaten Dr. Michael Jung (SPD) und Peter Todeskino (Grüne) zurückzuziehen.

Der Grund: Die Parteien „links von CDU und FDP“, so Szybalskis Forderung, sollten mit einer gemeinsamen Oberbürgermeisterkandidatin (eine Frau wohlgemerkt) gegen den Amtsinhaber Markus Lewe antreten. Eben diese Kandidatin suche „Münster ist bunt“ derzeit.

Gründung angekündigt

Szybalski stellte bei dem Pressegespräch am Freitag keine neue Partei vor, kündigte ihre Gründung aber für den 13. Januar an. Es soll auch keine Partei sein, sondern ein Verein, der dann als Wahlliste und als linkes Sammelbecken für Vertreter diverser Bürgerinitiativen bei der Kommunalwahl im September 2020 antreten soll.

Das Interessante dabei: Als Verein darf „Münster ist bunt“ auch Kandidaten aufstellen, die zugleich ein Parteibuch haben, etwa SPD, Grüne, Linke oder Piraten. Sollten sie in ihrer Partei im Rennen um Wahlkreisnominierungen oder Listenplätze leer ausgehen, könnten sie beim neuen Bündnis antreten. Gleichwohl versicherte Initiator Szybalski, dass es nicht geplant sei, eine „Liste für anderswo gescheiterte Kandidaten“ zu erstellen.

Werner Szybalski kündigte ein neues Listenbündnis für die Kommunalwahl 2020 an. Foto: kb

Lokale Initiative

Eine programmatische Nähe von „Münster ist bunt“ sieht er zu Mieterinitiativen, selbst verwalteten Projekten in den Stadtteilen und Bürgerinitiativen wie etwa am Hafen. Die Liste „Münster ist bunt“, stehe nicht im Kontakt zu dem Ex-Linken Rüdiger Sagel, der angekündigt hat, ebenfalls mit einem neuen Wahlbündnis 2020 antreten zu wollen.

„Sagel möchte eine Sagel-Liste“, frotzelte Szybalski. Als lokale Initiative tritt „Münster ist bunt“ in gewisser Weise in die Fußstapfen der Unabhängigen Wählergemeinschaft (UWG) Münster, deren Sprecher Fritz Pfau angekündigt hat, dass sich die UWG auflöse und 2020 nicht mehr antrete.

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