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Initiative starke Innenstadt

Münster-Portal soll Lust auf die Stadt machen

Münster

Wie haben Handel und Innenstadt die Corona-Krise überstanden? Zuversicht nach einem monatelangen Tief verbreitete die Initiative starke Innenstadt. Sie tut selbst viel, um Münster nach vorne zu bringen, hat aber auch Erwartungen an die Politik.

Von Dirk Anger

Auf eine volle Innenstadt hoffen die Händler in Münster auch künftig wieder. Foto: Matthias Ahlke

In der Krise liegt auch eine Chance – sinngemäß mit dieser Botschaft wartete Tobias Viehoff von der Initiative starke Innenstadt (ISI) in dieser Woche im Betriebsausschuss Münster-Marketing auf. Wie es um die Zukunft der Innenstadt nach fast eineinhalb Jahren Corona-Pandemie bestellt ist, interessierte die Politiker.

„Aus Sorge kann eine unglaubliche Kraft entstehen“, entgegnete Viehoff in zuversichtlichem Ton. Man habe nach der Krise nun das erste Mal die Chance, dass die Stadt wieder gestaltbar sei. Die Innenstadt sei nicht divers und alltagstauglich genug, so sein Befund.

Schnelle Antwort auf die Krise

Aus Sicht des ISI-Sprechers hat sich in der monatelangen Corona-Krise die Tragfähigkeit des in den Vorjahren geknüpften Netzwerks der ISI mit inzwischen 250 Mitgliedern bewiesen. Mit dem Lieferservice „Münster bringt’s“ hatten Handel und Gastronomie in der Innenstadt schnell eine Antwort auf die neuen Herausforderungen gefunden. Schnell habe man auch in der Pandemie das Gespräch mit den Immobilieneigentümern gesucht, erklärte Viehoff. Was die Stadt weiter auszeichnet: „Wir haben keinen strukturellen Leerstand.“

Neues Münster-Portal in Vorbereitung

Damit Münster seine Anziehungskraft auf Touristen und Käufer auch in der Zukunft behält, arbeitet die ISI an einem neuen Münster-Portal im Internet, das die um Münster herum lebenden Menschen in den Fokus nimmt. Die neue Seite soll Lust auf Münster machen, so Viehoff, und vor allem leicht zugänglich sein.

Dabei soll es nicht nur um die klassischen Bilder gehen, sondern um Geschichten auch über Menschen. Aus Sicht der ISI fehlt Münster ein solches Portal bislang, wie es dieses in anderen Städten schon gibt. Viehoff stellte einen modernen vielseitigen Internet-Auftritt in Aussicht. „Innerhalb der Sommerferien wollen wir ans Netz gehen.“

Nach dem „totalen Krisenmanagement“ in den vergangenen Monaten hat der ISI-Vertreter aber auch klare Erwartungen an die politischen Entscheidungsträger in Münster. Mit dem Thema Verkehr etwa müsse man sensibel umgehen, lautete seine Mahnung. „Die Innenstadt ist nicht nur Wohn-, sondern auch Handelsraum“, betonte Viehoff und warb damit für eine attraktive Erreichbarkeit der Innenstadt für Auswärtige.

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