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Impfstart in zwei Pflegeheimen am 27.12.

Münster startet mit 329 Impfdosen

Münster

329 Impfdosen sollen kommen, 329 Seniorenheimbewohner sollen zum Auftakt gegen Corona geimpft werden. Zwei Pflegeeinrichtungen sind für den 27. Dezember ausgesucht worden. Krisenstabsleiter Wolfgang Heuer hofft auf eine baldige Ausweitung der Impfstoffmenge

Ralf Repöhler

Symbolbild Foto: dpa

Immerhin. Die Menge hätte größer sein können, doch viel Corona-Impfstoff steht insgesamt zum voraussichtlichen Impfauftakt in NRW am 27. Dezember nicht zur Verfügung. Münster bekommt nach einem Verteilerschlüssel des Landes zunächst 329 Impfdosen zugeteilt, sofern die Zulassung in der kommenden Woche erfolgt.

Die Menge ist laut Stadt gerade ausreichend dafür, dass Bewohner und Personal zweier Seniorenpflegeeinrichtungen am übernächsten Sonntag geimpft werden können. Das geschieht innerhalb des einen Tages. Und dann? „Wir wissen im Moment nicht, wie es mit der Zuteilung nach dem Auftakt weitergeht“, sagt Krisenstabsleiter Wolfgang Heuer mit Blick auf die begrenzte Verfügbarkeit des Impfstoffs und die Produktionsgeschwindigkeit. Er hofft auf eine baldige Ausweitung der zugeteilten Impfstoffmenge. „Ich bin froh, dass es jetzt losgeht“, sagt Heuer.

98 Senioren- und Pflegeeinrichtungen auf der Liste

Bewohner und Mitarbeiter der beiden ausgesuchten Einrichtungen werden über das Wochenende von dem Impfauftakt in ihren Häusern informiert. Nach Informationen unserer Zeitung handelt es sich um ein Pflegeheim in der Innenstadt und eines im Außenstadtteil. „Ich freue mich, dass wir einen gut verträglichen Impfstoff, der mittlerweile bei vielen hunderttausend Menschen weltweit bereits erfolgreich angewendet wurde, nun zur Verfügung haben und mit dem Impfen beginnen können“, blickt Dr. Hendrik Oen von der Bezirksstelle Münster der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe voraus.

In Münster gibt es 98 Senioren- und Pflegeeinrichtungen, die für eine Impfung priorisiert sind. Rund 10.000 Münsteraner wohnen dort. Die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe, die Stadt Münster und die Einrichtungen haben eine Konsensentscheidung bei der Priorisierung getroffen und gemeinsam die Abläufe entwickelt. Die beiden Häuser, mit denen begonnen wird, hatten sich als Erste impfbereit erklärt.

Am Freitagmittag gab es eine Videokonferenz aller Beteiligten. Dort wurden noch einmal die Rahmenbedingungen (Kontaktaufnahme zu den Heimärzten, Klärung räumlicher Fragen, Besonderheiten im Umgang mit dem Impfstoff, Priorisierung, etc.) erläutert. „Die Reihenfolge der Impftermine wird nach den Rückmeldungen der Häuser, dass sie impfbereit sind, festgelegt“, erläutert Heuer.

Entscheidend für die Berechnung der Zuteilung der Impfstoffmenge ist nach Informationen Heuers die Einwohnerzahl in der zum Auftakt priorisierten Altersgruppe. Das erklärt, warum die Studentenstadt Münster als Großstadt beispielsweise weniger Impfdosen als die Kreise Warendorf und Borken bekommen. Das Land NRW hat zugesagt, die Impfmittel für die notwendige Zweitimpfung nach 21 Tagen unabhängig von weiteren Lieferungen vorzuhalten. Der Immunschutz beginnt sieben Tage nach der zweiten Impfung.

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