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Entscheidung im Rat

Münster tritt dem Netzwerk Biostädte bei

Münster

Die Stadt Münster wird künftig dem Netzwerk Biostädte angehören. Das Ziel: ökologische Landwirtschaft vor Ort fördern. Die CDU im Rat verweigerte jedoch die Zustimmung.

Klaus Baumeister

Ein Landwirt arbeitet auf einem Feld. Foto: Moritz Frankenberg/dpa (Symbolbild)

Eigentlich ging es „nur“ um die Frage, ob die Stadt Münster dem Netzwerk Biostädte beitreten soll – ein Zusammenschluss von Kommunen, die die ökologische Landwirtschaft vor Ort fördern möchten, wie es in der Selbstbeschreibung heißt. Ein Änderungsantrag der CDU, der am Mittwochabend im Rat vorgelegt wurde, führte aber dazu, dass sich die Ratsmitglieder eine heftige Landwirtschaftsdebatte lieferten. Mit dem Ergebnis, dass die CDU dem vom neuen Ratsbündnis unterstützten Beschluss die Zustimmung verweigerte.

Der Änderungsantrag der CDU zielte darauf ab, sich bei der Förderung nicht allein auf die klassische Biolandwirtschaft zu konzentrieren, sondern auch die regional und nachhaltig produzierende Landwirtschaft ins Auge zu fassen. Die CDU-Ratsfrau Susanne Schulze Bockeloh, selbst in der Landwirtschaft tätig, begründete dies damit, dass in Münster – bedingt durch die sehr hohen Grundstückspreise – nur vergleichsweise wenig landwirtschaftliche Flächen nach den Prinzipien des biologischen Landbaus bewirtschaftet würden. Eine Fixierung auf dieses Label schließe viele münsterische Landwirte aus.

Die GAL-Ratsfrau Jule Heinz-Fischer wies im Gegenzug darauf hin, dass es nicht darum gehe, biologische und regionale Landwirtschaft gegeneinander auszuspielen. Aber das vorliegende Programm sei auf Bio-Bauern ausgerichtet.

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