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Studie über Einkaufsverhalten vor Weihnachten

Münsteraner geben weniger Geld aus und bestellen online

Münster

Die Münsteraner wollen in diesem Jahr weniger Geld für Weihnachtsgeschenke ausgeben. Das ist ein Ergebnis einer Studie der FOM-Hochschule unter 900 befragten Personen aus Münster. Großen Einfluss hat vor allem die Corona-Pandemie.

wn

Die Münsteraner wollen laut FOM-Studie ihre Weihnachtsgeschenke vorwiegend online kauen. Foto: dpa

Für Münsteraner sind teure Weihnachtsgeschenke in diesem Jahr zweitrangig – in Zeiten von Corona stehen Gesundheit und gemeinsame Zeit bei ihnen an erster Stelle.

So geben sie im Mittel 446 Euro für Geschenke aus, das sind 54 Euro weniger als der Bundesdurchschnitt. Zudem fühlt sich die Mehrheit (rund 67 Prozent) beim Weihnachtseinkauf trotz Hygiene-Auflagen nicht unbedingt sicher – für viele sind Menschenansammlungen sogar ein Grund, jetzt häufiger als vor der Krise im Internet zu bestellen. Das sind die zentralen Ergebnisse einer Umfrage der „FOM Hochschule für Oekonomie & Management“, bei der Studierende 926 Münsteranerinnen und Münsteraner zwischen zwölf und 99 Jahren interviewt hatten.

Gesundheit ist wichtiger als teure Geschenke

Insgesamt 93 Prozent der Befragten gaben laut Pressemitteilung der FOM an, dass ihnen die Gesundheit der Familie wichtiger sei als teure Geschenke. Auch auf gemeinsame Zeit mit Freunden und Familie legen die meisten Menschen (91 Prozent) in der Fahrradstadt in diesem Jahr mehr Wert als darauf, ihnen großzügige Weihnachtspräsente zu machen. Nur 22 Prozent der Befragten wollen zum Schutze der Gesundheit auf Familienbesuche an den Feiertagen verzichten.

Auch das Schenkverhalten ist 2020 ein besonderes: Vier von fünf Befragten in Münster (81 Prozent) planen, Zeit miteinander zu verschenken, allen voran die Generation der 24- bis 39-Jährigen (85 Prozent). Bei den materiellen Geschenken stehen Gutscheine für gut jeden Zweiten (51 Prozent) zwar weiterhin hoch im Kurs, gleichzeitig gab aber deutlich mehr als die Hälfte der Befragten (59 Prozent) an, aufgrund der ungewissen Aussichten weniger Gutscheine für Reisen als gewöhnlich zu verschenken.

Bücher und Schreibwaren liegen weiter im Trend

Grundsätzlich ist die Geschenke-Hitliste im Vergleich zu den Vorjahren relativ konstant: Besonders beliebt in Münster sind nach wie vor Bücher und Schreibwaren (je 49 Prozent), Tickets für Theater und Konzerte (48 Prozent), Uhren und Schmuck (45 Prozent), Kosmetik und Körperpflegeprodukte sowie Spielwaren (jeweils 42 Prozent).

Die Corona-Pandemie zeigt auch Auswirkungen auf das Kaufverhalten: In diesem Jahr gaben die Befragten das Internet als wichtigste Einkaufsmöglichkeit (67 Prozent) an – noch vor dem Einkaufszentrum in der Stadt (62 Prozent). Mögliche Erklärung: Nur jeder Dritte fühlt sich beim Geschenke-Kauf in den Geschäften sicher. Immerhin 30 Prozent bestellen in diesem Jahr ihre Geschenke deshalb häufiger als sonst im Internet, um Menschenansammlungen zu vermeiden.

Die Unterstützung des stationären Einzelhandels ist den Bürgerinnen und Bürgern in Münster nur bedingt wichtig: Lediglich 39 Prozent der Befragten haben vor, deshalb Geschenke in der Umgebung zu kaufen. Die komplette Umfrage findet sich unter:

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