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LVM- und Provinzial-Bilanz

Münsteraner sichern sich zunehmend mehr ab

Münster

Schäden in Höhe von rund 70 Millionen Euro haben die beiden Versicherer LVM und Provinzial nur in Münster reguliert. Seit dem Unwetter im Juli 2014 verzeichnen die Unternehmen eine wachsende Nachfrage nach Elementarversicherungen.

Gabriele Hillmoth

Ein Mann geht mit Plastiktüten an den Schuhen am 29. Juli 2014 in Münster in eine überflutete Aldi Filiale. Foto: Caroline Seidel

Das Unwetter „Quintia“ am 28. Juli 2014 in Münster hat Spuren hinterlassen, das bekamen die beiden Versicherungsunternehmen LVM und Provinzial zu spüren.

Allein in Münster hat der LVM Schäden in Höhe von rund 13 Millionen Euro reguliert, deutschlandweit etwa 19 Millionen Euro. Rund 1600 LVM-Kunden waren nach Angaben der Versicherung vom Kolde-Ring in Münster betroffen, deutschlandweit etwa 4600. Bei den gemeldeten Schäden handelte es sich überwiegend um Elementar- und Überspannungsschäden sowie einige Sturm- und wenige Hagelschäden, erklärt Carsten Pribyl, Sprecher der LVM-Versicherung.

75 Millionen Euro ausgezahlt

Die Westfälische Provinzial regulierte nach dem Starkregenereignis rund 10.000 Schäden, davon 5200 in Münster. Das Unternehmen zahlte über 75 Millionen Euro aus, davon entfielen etwa 57 Millionen Euro auf Schäden in Münster, erklärt Sprecherin Annette Bäcker.

Beide Versicherungen verzeichneten nach der Gewitternacht aber auch eine wachsende Nachfrage nach Elementarversicherungen. Im Jahr von „Quintia“ hatten bei der Provinzial 33,7 Prozent ihr Gebäude gegen Elementargefahren versichert. 2019 liegt diese Quote laut Pressemitteilung bei 56 Prozent. Ihren Hausrat hatten im Jahr 2014 insgesamt 19,8 Prozent gegen Elementarrisiken versichert, 2019 sind dies 30,4 Prozent.

Deutliches Plus

Auch die Zahl der LVM-Wohngebäude-Policen mit eingeschlossener Elementarschadenversicherung hat sich seit dem Gewittertief deutlich erhöht, betont Pribyl. Die Zahl sei von knapp 40 auf aktuell über 70 Prozent der Verträge gestiegen.

Zum Vergleich: Sowohl im Landesdurchschnitt als auch im Bundesdurchschnitt liegt die Elementar-Einschlussquote in der Wohngebäudeversicherung bei exakt 43 Prozent.

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