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Beitrag zur Verkehrsplanung

Münsteraner zeichnen rund 160.000 Kilometer per App auf

Münster

Welche Wege nutzen Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer in Münster besonders häufig? Und wo kommen sie vielleicht nur langsam voran? Mit diesen Fragen beschäftigten sich die Stadtplaner in Münster. Die Radfahrer selbst haben jetzt einen großen Beitrag für die Weiterentwicklung des Radverkehrs geleistet.

wn

Mit dem Fahrrad durch Münster: Die Bürgerinnen und Bürger haben sich an einer Aktion beteiligt, die das Radwegenetz in der Stadt verbessern soll. Foto: dpa (Symbolbild)

"Dein AppGrade für Münsters Fahrradwege" – bei der Aktion der Stadt Münster konnten Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer ihre Strecken per App aufzeichnen und damit einen Beitrag für die Planung der Radwege leisten. Nach Angaben der Stadt haben die Münsteranerinnen und Münsteraner fleißig mitgemacht: An der Kampagne, die vom 12. April bis zum 9. Mai lief, beteiligten sich über 2000 Menschen mit fast 23.000 Einzelwegen. Insgesamt kamen bei dem Tracking so über 160.000 Kilometer zusammen. Diese Daten werden die Stadtplaner nun auswerten.

"Was für ein Zulauf! Für unsere Aktion haben tausende Radfahrerinnen und Radfahrer in Münster kräftig in die Pedale getreten und Informationen über ihre Alltagswege beigesteuert – die kurzen genauso wie die langen. Dieser Datenschatz ist eine ausgezeichnete Basis für den weiteren Ausbau des Fahrradwegenetzes", freut sich Stadtbaurat Robin Denstorff in der Mitteilung der Stadt.

"Alltagsnahe Daten"

Dr. Thomas Terstiege von der beteiligten Stabsstelle Smart City ergänzt: "Zum ersten Mal können wir mit so alltagsnahen Daten arbeiten. Zusätzlich zu den verschiedenen Wegen verraten uns die Daten nämlich auch, wo Radfahrende schneller oder langsamer vorankommen – wo wir uns also anschauen müssen, was für Verzögerungen sorgt."

Die so genannte Heatmap bildet alle während der Aktion aufgezeichneten Wege ab. Je intensiver das Rot, desto häufiger nutzten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die jeweiligen Strecken. Foto: Stadt Münster

Gesamtkonzept soll Ende 2021 stehen

"Jetzt im Anschluss an die Aktion werden die Daten im Rahmen des Gesamtprojektes ‚Fahrradnetz 2.0‘ ausgewertet. So werden die bisherigen Planungen um Alltagswege ergänzt, und damit um die Lebenswirklichkeit der Menschen. Das ist besonders wichtig, um Maßnahmen zu priorisieren und zuerst das umzusetzen, was den Radfahrenden am meisten bringt", erklärt Annika Schröder vom städtischen Fahrradbüro. Zusätzliche Anregungen und Hinweise können auch weiter per Mail oder Telefon an das Fahrradbüro gerichtet werden. Im Juni wird es bereits einen ersten Zwischenbericht zur Netzplanung geben. Das Gesamtkonzept soll dann Ende 2021 vorgestellt werden.

Gewinne

Alle, die bei der Aktion mitgemacht haben und mindestens zehn Wege mit der App "naviki" aufgezeichnet haben, können außerdem noch auf attraktive Preise hoffen. Als Dankeschön verlost die Stadt Münster Gutscheine für Fahrradläden im Wert von 500 Euro, 250 Euro und 100 Euro sowie Fahrradtaschen. Die Gewinnerinnen und Gewinner werden informiert.

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