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Ehemalige York- und Oxford-Kasernen

Münsters neue Wohnquartiere

Münster

Wie viele Zimmer brauchen wir? Gibt es einen Garten, einen Balkon? Sind Miete oder Kaufpreis bezahlbar? Diese Gedanken haben wohl alle, die eine Wohnung oder ein Haus suchen - ganz egal wo.

wn

Die Oxford-Kaserne in Gievenbeck von oben: Hier sind 1200 Wohneinheiten in neuen und alten Gebäuden geplant. Foto: Presseamt Münster

Wer in den kommenden Jahren ins York-Quartier nach Gremmendorf oder ins Oxford-Quartier nach Gievenbeck ziehen will, kann einige zusätzliche Fragen stellen, wie die Stadt Münster mitteilt.

Wäre es gut, mit mehreren Generationen unter einem Dach zu wohnen? Eine Baugemeinschaft zusammenzutrommeln oder Teil einer Wohngenossenschaft zu werden? Könnte man das eigene Büro in der Nachbarschaft eröffnen? Erstmals auf Mobilität ohne Auto setzen, weil die klimabewusste Infrastruktur stimmt? Und wie gut ist die Espresso-Bar in der ehemaligen Panzerhalle? Solche individuellen Pläne kann sich Stephan Aumann gut vorstellen. Denn so kann entstehen, was der Geschäftsführer der städtischen Tochtergesellschaft KonvOY GmbH ein "resilientes" - also dauerhaft stabil strukturiertes - Wohngebiet nennt. Bei der KonvOY laufen derzeit alle Fäden zusammen, um in den beiden Stadtteilen zwei außergewöhnliche urbane Quartiere zu realisieren.

Nutzungsmischung soll gefördert werden

"Oft läuft es so: Junge Familien beziehen Neubaugebiete, alle Kinder sind im gleichen Alter und ziehen Jahre später gleichzeitig aus - der Zyklus des Gebietes ist beendet. Auf den Konversionsflächen aber fördern wir eine Nutzungsmischung, ein Miteinander von Studierenden und älteren Menschen sowie von Singles und Familien", sagt Aumann. Die Quartiere sollen auf Dauer lebendig bleiben, anpassungs- und entwicklungsfähig. Eben als "Orte, in denen buntes und urbanes Leben zu Hause sein wird" – so sieht Stadtbaurat Robin Denstorff die künftigen Quartiere im Stadtteil. "Hier wird die Möglichkeit geschaffen, das eigene Leben mit der Stadt zu verknüpfen. Das selbstverständliche Leben und die Alltagstauglichkeit sind wichtig. Das macht die Quartiere für alle attraktiv."

Nutzung alter Bausubstanz

Bisher sind die Areale noch streng abgeschirmt von den Stadtteilen, vor allem durch die mit Stacheldraht bewehrten Grenzmauern. "Bald werden sie sich öffnen. Und sie sollen möglichst gut an die bestehenden Strukturen angebunden werden", sagt der Chef der KonvOY. Schon jetzt stehen sie zeitweise offen für Kunst-, Theater- und Filmprojekte. Auch die Konversionsgesellschaft selbst öffnet sich zusehends: In Kürze werden Quartiersmagazine und Internetseiten regelmäßig über den Entwicklungsfortschritt berichten, Rundgänge werden organisiert. Eine aktuelle Broschüre gibt es schon, man kann sie herunterladen unter https://www.konvoy-muenster.de/20200617_Broschuere_KonvOY_OxfordYork-final.pdf. Und wer sich als Investor, Bauherr, Käufer oder Mieter für die Quartiere interessiert, kann über die Webseite der KonvOY (www.konvoy-muenster.de/kontakt/kontakt.php) die passenden Informationen dazu abonnieren, erklärt die Stadt.

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