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Richtfest an der Meranti-Halle

Münsters Tropen nehmen Gestalt an

Münster

Die Meranti-Halle, das bisher größte Bauprojekt des Allwetterzoos, feiert Richtfest. Dabei zeigt sich, dass in der Planung ein entscheidendes Detail richtig gehandhabt wurde.

Von Björn Meyer

Im Allwetterzoo wurde am Donnerstagabend das Richtfest der Meranti-Halle gefeiert, obwohl die Dachkonstruktion noch nicht ganz auf dem Rohbau thront. Dr. Simone Schehka (3.v.r., Zoodirektorin), Dr. Ludger Hellenthal (2.v.l., Aufsichtsratsvorsitzender des Allwetterzoos), Oberbürgermeister Markus Lewe (3.v.l.), Helge Peters (2.v.r., Vorsitzender Zooverein), Dirk Heese (l., Technischer Leiter Allwetterzoo) sowie Vertreter der bauenden Zunft feierten gemeinsam mit vielen geladenen Gästen. Foto: Oliver Werner

Das Richtfest der Meranti-Halle am Donnerstagabend im Allwetterzoo, es ist aus verschiedenen Gründen etwas Besonderes. Nicht nur, weil auf den ersten Blick, und auch auf den zweiten, die eigentlich ja bei einem Richtfest nicht ganz unwesentliche Dachkonstruktion teilweise fehlt. Ein Umstand, der offenbar der Bauweise geschuldet ist. Das Fest aber ist vor allem etwas Besonderes, weil sich rund 120 Gäste versammelt haben, um „einen Meilenstein“, so Zoodirektorin Dr. Simone Schehka, der neuen Tropenhalle gebührend zu würdigen.

Die Meranti-Halle mit ihren beim Baustart avisierten Kosten von rund 21,5 Millionen Euro ist das größte Bauprojekt des Allwetterzoos überhaupt. Doch mehr als die pure Größe klingt in den Reden, gehalten übrigens dort, wo demnächst dazugehörige Konferenzräume entstanden sein werden – und ja, die haben immerhin schon eine Art Dach­konstruktion – vor allem das nachhaltige Konzept der Halle an.

„Man muss auch mal Glück haben im Leben“, sagt der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Ludger Hellenthal Bezug nehmend auf die Geothermie, mit der die Halle geplant wurde und zukünftig mittels 34 jeweils 250 Meter tiefer Bohrungen beheizt beziehungsweise im Sommer auch gekühlt werden wird. Seinerzeit sei die Entscheidung für Geothermie aufgrund ökologischer Gesichtspunkte getroffen worden, heute sei es auch ökonomisch wichtig, kommt auch Simone Schehka darauf zu sprechen.

Eröffnung im ersten Quartal 2023

Was die Zoodirektorin dagegen schmunzelnd und, wie sie sagt, „transparent“ verschweigt, ist ein Eröffnungstermin. Eigentlich habe sie schon einen nennen wollen, doch „nichts ist peinlicher, als einen Eröffnungstermin nicht halten zu können. Halten Sie sich daher bitte das ganze erste Quartal 2023 frei“, scherzt Schehka, die seit 2020 im Amt ist, und der man mit ihrer natürlichen Art ein gewisses Unterhaltungstalent kaum absprechen kann.

Oberbürgermeister Markus Lewe kann derweil aufatmen. Denn als mit Schehka, Lewe, Hellenthal und dem Zoovereinsvorsitzenden Helge Peters gleich vier Personen zum Nageleinschlagen schreiten, ist es nicht nur warm, sondern auch staubig auf dem Grund der Meranti-Halle. Beim Spatenstich habe man sich noch lehmige Schuhe geholt, erinnert Lewe in seiner Rede süffisant – wird dann aber ernster. Er sei zutiefst davon überzeugt, dass die Meranti-Halle zu einem Ort werde, der nicht nur die Kostbarkeit der Schöpfung zeigen werde, sondern auch einer, der egal welche Kreise der Gesellschaft bewegen werde.

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