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Bild von Fritz Grotemeyer

Museum aus Dresden kauft Portrait von El Sambo

Münster

Jahrzehnte blieb das Bild von Fritz Grotemeyer in einer Privatsammlung verschwunden. In diesem Jahr tauchte das Porträt von El Sambo hoch zu Ross in Husarenpose aber plötzlich wieder in Münster auf. Galerist Peter Schlächter am Spiekerhof durfte sich aber nur kurz freuen, denn das Werk des münsterischen Historienmalers Grotemeyer geht bald wieder auf Reisen. Der Förderverein des Militärhistorischen Museums in Dresden bekam einen Tipp aus Münster und möchte das Bild kaufen.

Gabriele Hillmoth

Das Porträt von El Sambo befand sich nur kurz im Besitz von Kunsthändler Peter Schlächter. Jetzt interessiert sich ein Museum in Dresden für das Bild von Fritz Grotemeyer. Foto: gh

Peter Schlächter hätte es dagegen gern gesehen, wenn das Bild in Münster geblieben wäre. Zumal das 1927 entstandene Porträt El Sambo und damit den Patensohn von Kaiser Wilhelm II. zeigt. El Sambo, der aus Kamerun stammte, bekam den Zusatznamen El Wilhelm Sambo verpasst.

Ein deutscher Offizier nahm das sechsjährige Waisenkind mit nach Potsdam. Mit zehn Jahren trat Wilhelm Sambo ins preußische Militär ein und wurde beim Leibgarde-Husaren-Regiment zum Kesselpauker ausgebildet. Nach seiner Dienstzeit 1923 erinnert er sich an Albin Middendorf, der an der Bogenstraße /14/15 in Münster ein Café betrieb. Middendorf gab dem ehemaligen Militärkameraden eine Anstellung als Kaffeekoch im Nobelrestaurant auf dem Prinzipalmarkt. Dort wurde Sambo auch in Öl porträtiert. Nicht zuletzt auch, weil Prinz Eitel Friedrich von Preußen, Sohn Wilhelms II. ein persönlicher Freund von Albin Middendorf war und wiederholt in Münster zu Gast war.

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