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LWL stimmt Baubeschluss zu

Naturkundemuseum wird saniert und vergrößert

Münster

Naturkundemuseum war gestern, morgen kommt das „Forum für Naturwissenschaften“: Der LWL will in das Museum in Münster 15,9 Millionen Euro investieren.

Das LWL-Museum für Naturkunde wird zum regionalen Kompetenzzentrum und "Forum für Naturwissenschaften" weiterentwickelt. Foto: Kresings Architektur Düsseldorf GmbH

Das LWL-Museum für Naturkunde in Münster soll zum regionalen Kompetenzzentrum und "Forum für Naturwissenschaften" weiterentwickelt werden. Das haben die Mitglieder des LWL-Kulturausschusses am Mittwoch in Münster mit breiter Mehrheit befürwortet. Auf dem Museumsvorplatz soll dafür laut einer Pressemitteilung des LWL ein neues Tagungsgebäude entstehen.

Auch das Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) selbst soll umgebaut und saniert werden. Endgültig werden die LWL-Abgeordneten am 1. Oktober im Landschaftsausschuss über den Baubeschluss mit einem Volumen von 15,9 Millionen Euro entscheiden. "Das LWL-Museum soll zu einem einzigartigen Ort des wissenschaftlichen Austauschs werden" erklärte LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger.

Baustart für neuen Tagungsbereich für Ende 2022 geplant

Der Ausstellungsbereich des Museums und das Planetarium sollen um einen neuen Tagungsbereich, den sogenannten "Forum für Naturwissenschaften", ergänzt werden. Bis zu 300 Personen sollen in dem Tagungsaal einmal Platz haben. Der Baustart ist für Ende 2022 geplant.

"Auch im Bestand des Museumsgebäudes wird es eine Reihe von Anpassungen geben. Die Labore und Werkstätten müssen an die aktuellen und künftigen Herausforderungen angepasst werden. Außerdem benötigen wir dringend zusätzliche Büroflächen", so Museumsdirektor Dr. Jan Ole Kriegs. Die Museumspädagogik und der Shop erhalten neue Räume Außerdem sollen die Werkstätten modernisiert werden.

Bis zu 300 Personen sollen in dem Tagungsaal im "Forum für Naturwissenschaften" einmal Platz haben. Foto: Kresings Architektur Düsseldorf GmbH

Sanierungsstau deutlich größer als angenommen

Der damalige Neubau war 1982 bezogen worden, daher seien umfangreiche Instandhaltungsmaßnahmen am Gebäude notwendig, heißt es in der Vorlage des Baubeschlusses. Dabei werde grundsätzlich auf den Verbau von ressourcenschonenden, nachhaltigen und einfach rückbau- und recyclingfähigen Baumaterialien geachtet.

Insgesamt sollen sich die Kosten auf 15,9 Millionen Euro belaufen. Bei der Genehmigung des ersten Museumsentwicklungsplans im Jahr 2018 waren die Kosten laut LWL-Mitteilung auf rund sieben Millionen Euro geschätzt worden. Im Zuge der Planungsarbeiten habe sich aber gezeigt, dass der Sanierungsstau am Gebäude erheblich größer ist als ursprünglich angenommen. So gehe ein Großteil der Kostensteigerung (6,9 Millionen Euro) auf teure Instandhaltungsmaßnahmen zurück.

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