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Überführung der Wolbecker Straße über die B 51

Neue Brücke nimmt Gestalt an

Münster

Am vergangenen Wochenende mussten die Münsteraner auf die Umgehungsstraße weitgehend verzichten: Weil an der Wolbecker-Straßen-Brücke gebaut wurde, war eine Vollsperrung unumgänglich.

Helmut P. Etzkorn

Die ersten Stahlträger des Traggerüstes unterhalb der neuen Brücke Wolbecker Straße über die Umgehungsstraße B 51 wurden am Wochenende mit zwei Kränen demontiert. Für die Arbeiten war eine Vollsperrung unumgänglich. Foto: hpe

Die neue Brücke der Wolbecker Straße über die verbreiterte Umgehung B 51 nimmt Gestalt an. Am Wochenende wurden die 120 Tonnen schweren Stahlträger des Traggerüstes unter der bereits fertig betonierten Brücke mit zwei Kränen Stück für Stück ausgebaut, dafür war die Umgehungsstraße bis Sonntagabend um 18 Uhr zwischen Wolbecker Straße und Warendorfer Straße gesperrt. In einem zweiten Schritt ist das neue Bauwerk nun auf Absetzstapel aufgelegt worden. Es soll in den nächsten zwei Wochen auf die endgültigen Lager an den Fahrbahnrändern abgesetzt werden.

Bauleiter Dimitri Beck: „Wenn diese Arbeiten beendet sind, beginnt sofort auf der Brücke der Straßenbau.“ Sind Asphaltierung und Markierung fertig, ist die wesentliche breitere Brücke einsatzklar. Zeitgleich werden die beiden noch fehlenden Auffahrrampen von der B 51 auf die Wolbecker Straße realisiert, dann kann der Verkehr Anfang 2021 über die neue Brücke laufen.

„Spätestens im September 2021 fertig“

Im nächsten Schritt wird die stählerne Behelfsbrücke, über die aktuell die Autos auf der Wolbecker Straße rollen, demontiert. Beck: „Wir wollen spätestens im September 2021 mit dem Knotenpunkt komplett fertig sein.“ Dann dürften auch die Staus auf der Wolbecker Straße, deren Verkehr sich jetzt jeweils einspurig über die Behelfsbrücke schlängelt, ein Ende haben. Künftig wird es ähnlich wie am Knoten Albersloher Weg zusätzliche Abbiegespuren auf die Umgehungsstraße geben, so soll der Verkehr noch flüssiger laufen.

Provisorische Wersebrücke ab dem 1. Oktober

Parallel zu den Abbauarbeiten an dem Traggerüst wurde die Vollsperrung dafür genutzt, die neuen Fahrspuren auf der Umgehungsstraße zwischen Wolbecker Straße und Laerer Landweg zu asphaltieren. Verkehrsprobleme gab es am Wochenende auch ein paar 100 Meter weiter auf der B 51 in Richtung Telgte. Die Umfahrung für die provisorische Wersebrücke musste noch vollendet werden, eine Baustellenampel regelte den Verkehr. Die provisorische Wersebrücke wird am 1. Oktober den Verkehr übernehmen, danach soll die über 100 Jahre alte Steinbrücke abgebrochen und durch einen Neubau ersetzt werden. Allein hier liegen die Baukosten bei rund 8 Millionen Euro

Sandra Beermann vom Landesbetrieb Straßenbau NRW: „Die neue Brücke ist auf einen zweispurigen Betrieb ausgelegt.“ Also kein Vorgriff auf die umstrittenen Planungen zum vierspurigen Ausbau der B 51 zwischen Münster und Telgte, so die Sprecherin des Landesbetriebs.

Ausschreibung für „Trogbauwerk Mauritz“

Die nächsten Schritte zur künftig vierspurigen B 51-Umgehung stehen auch schon fest. Noch in diesem Jahr werden die Ausschreibungen für das Trogbauwerk Mauritz veröffentlicht. Dort wird die Umgehung tiefer gelegt, um weniger Lärm zu verursachen. Im Knoten Warendorfer Straße soll bis November der Radverkehr wieder auf der alten Route entlang der Straße laufen, der Umweg über die Rampen fällt dann weg.

Noch im Herbst beginnen die Arbeiten für die neue Trasse in Richtung Mariendorf/Schifffahrter Damm zwischen Coppenrathsweg und Bahnstrecke. Zunächst wird eine Baustraße angelegt, dann geht es an die Erstellung der tiefer gelegten Spuren in Mariendorf. Auch hier ist eine lärmärmere Trogbauweise geplant.

Bis die Umgehung zwischen Wolbecker Straße und Schifffahrter Damm fertig ist, werden noch drei bis vier Jahre ins Land gehen.

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